Medellín - Die Stadt des ewigen Frühlings

Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Comuna 13
Guatapé
Guatapé
La Piedra de El Peñol
La Piedra de El Peñol
Represa de Guatapé (Stausee)
Represa de Guatapé (Stausee)

Als ich am 14.07.2021 endlich in Medellín ankam, hatte ich die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht. Ich hatte es geschafft. Der Weg dorthin war das reinste Gefühlschaos, so war es bis wenige Tage davor unsicher, ob ich überhaupt fliegen kann. Der Grund: Corona und die politische Situation vor Ort.

Als ich im Taxi auf dem Weg zu meiner Unterkunft saß und die Stadt bei Nacht erblickte, war ich schon verliebt. Die Stadt ist komplett von Bergen umgeben und die Häuser stellten ein Meer aus Sternen dar. Die Stadt ist super vielfältig, sie ist bunt, sie ist laut, überall tummeln sich Leute entweder in den Straßen oder in den zahlreichen, riesigen Malls. Mein absolutes Highlight: Die Leute! Die Menschen in Medellín sind unfassbar freundlich, offen und integrieren einen sofort. So ist es mir überhaupt nicht schwergefallen, bereits nach wenigen Tagen gute Freunde zu finden. Auch wurde ich schon von mehreren Freunden zu Ausflügen in ihre Fincas eingeladen.

Außerdem war ich bereits in der Comuna 13, ein Viertel in Medellín, welches noch vor ein paar Jahren als das gefährlichste Viertel der Welt galt. Heutzutage kaum vorstellbar, so kann man überall riesige Graffitis vorfinden, welche kunstvoll und metaphorisch die Geschichte des Stadtteiles widerspiegeln. Auch gibt es hier zahlreiche Musiker und Tanzgruppen die ihr Talent zur Schau stellen. Ebenfalls war ich schon in Guatapé ein Dorf, zwei Stunden von Medellín entfernt. Das Zentrum der Stadt ist wahnsinnig bunt, alle Häuser strahlen in verschiedensten Farben. Auch ist die Stadt für einen riesigen Fels "La Piedra de El Peñol", welcher etwas außerhalb der Stadt mitten im Nirgendwo in den Himmel ragt, bekannt. Nimmt man die ca. 700 Stufen auf sich, erreicht man den Gipfel des Felsen und wird mit einem wundervollen Ausblick belohnt. Man erblickt einen künstlich errichteten Stausee, welcher maßgeblich für die Stromversorgung Medellíns und weiterer kleiner Städte verantwortlich ist.

Während meines Aufenthalts, arbeite ich an mehreren Projekten, mit der Forschungsgruppe "T&D, Transmisión y Distribución de energía", in der Universidad Pontificia Bolivariana. Meine Projekte befassen sich rund um das Thema Wasserstoffproduktion (per Elektrolyse) und Anwendungsfeldern von Wasserstoff. Die spannenden Themenfelder in der Forschungsgruppe, sowie die tolle Atmosphäre in Kolumbien haben mich bereits nach einem Monat dazu bewegt mein Auslandssemester um ein weiteres zu verlängern und meine Bachelorarbeit hier zu schreiben.

 

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