Wanderlust

Erfahrungsbericht: Auslandssemester Irland

Allgemeine Daten

01.09.2016 - 19.12.2016
Irland
Carlow
Collage Street

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Institut of Technology

Studiengang

Bachelor of Business, Supply Chain Management

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Sowohl die Bewerbung für das ERASMUS-Programm als auch die Bewerbung an dem Institut of Technology waren dank eines vorgefertigten Formulars sehr leicht. Die Bewerbung ist mit etwas Geduld verbunden.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Das International Office des Institut of Technology stellt für die Suche nach einer Unterkunft Kontaktdaten von Vermietern bereit und informierte mich darüber, dass das Carlow College Zimmer in ihrer eigenen Studentenunterkunft erstmalig an die internationalen Studenten des Instituts of Technology vermietete. Mithilfe eines Bewerbungsformulars bewarb ich mich dort um ein Zimmer und erhielt innerhalb von zwei Wochen eine positive Antwort.

Die Studenten Unterkunft namens Lennon House befindet sich auf dem Campus des Carlow College und ist damit sehr zentral in einer Querstraße zur Tullow Street gelegen. Neben mir und eine Kommilitonin lebten noch 22 weitere Personen, darunter Franzosen, Niederländer und Amerikaner, auf drei Etagen verteilt. Aber da es pro vier Personen ein eigenes Bad und eine Küche gab, kam man sich nicht in die Quere und es war eine angenehme Mischung. Die Studentenunterkunft schreckte mich anfangs mit vielen Regel, wie Dusch- und Heizzeiten, einem Gästebuch und Zimmer- sowie Kücheninspektionen ab. Jedoch stellte sich bereits nach den ersten drei Wochen heraus, dass weder Zimmer- noch Kücheninspektionen stattfanden und es, ausgenommen der Heizzeiten, an die man sich zunächst sehr gewöhnen musste, eine sehr entspannte Wohnsituation war. Im Vergleich mit anderen Unterkünften war es zudem eine der günstigsten, weil keine Anschaffungen für Küchenutensilien gemacht werden mussten und das Nötigste vorhanden war.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Wie lief es mit den Finanzen?

Ich finanzierte mir das Auslandssemester mit dem ERASMUS-Stipendium und erhielt zusätzlich den Go-out-Zuschuss. Außerdem habe ich mein monatliches Einkommen durch Erspartes aufgebessert.

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Wie waren die Lebenserhaltungskosten?

Die Lebenshaltungskosten waren geringer als angenommen, auch wenn die Lebensmittel etwas teurer sind als in Deutschland. Allerdings hängt es natürlich auch von der eigenen Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten ab.
Zusätzlich kamen noch die Kosten für Ausflüge, Übernachtungen und Unternehmungen dazu, die ebenso von der eigenen Bereitwilligkeit und Unternehmungslust abhängen.

Unterkunft im Monat (ca.)

400 €

Verpflegung im Monat (ca.)

80-100 €

Freizeit im Monat (ca.)

200 €

Während meines Aufenthalts

Die üblichen Formalitäten...

Dank einer Kreditkarte konnte ich trotz eines deutschen Kontos kostenfrei Geld abheben. Um auch in Irland mobiles Internet zur Verfügung zu haben, konnte ich bei meinem deutschen Telefonanbieter einen zusätzlichen EU-Tarif für 5 € dazu buchen.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Ich absolvierte in Irland die ersten drei Monate des dritten Jahres im Wirtschaftsschwerpunkt Supply Chain Management, da es ein Schwerpunkt ist, der an der Hochschule Hannover nicht angeboten wird. Der Studiengang besteht aus Vorlesungen im Bereich Lieferanten-, Lager- sowie Produktionsmanagement und wissenschaftlichen Arbeiten.
Zusätzlich habe ich einen Englischkurs besucht, der aus vielen Präsentationen und das Erstellen von businessorientierte Dokumenten bestand.
Es gab pro Kurs mehrere Prüfungsleistungen, wie eine Klausur, eine Hausarbeit, ein Bericht oder eine Präsentation.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Leider waren in meinen Vorlesungen wenige oder keine Iren vertreten, dafür aber viele internationale Studenten. Wie in den Semestern zuvor waren auch in diesem Semester überwiegend Französische, aber auch viele Holländische Studenten vertreten.
Allerdings haben wir auch in unsere Studentenunterkunft viele Abende zusammen verbracht oder sind in einem Pub etwas trinken gegangen.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

In der Freizeit habe ich mit Freunden Ausflüge zu den verschiedensten Orten der Insel gemacht. Zu den schönsten und beeindrucktesten Touren zähle ich die Tagesausflüge zum Giant’s Causeway sowie der Carrick-a-Rede Rope Bridge in Nordirland und am Ring of Kerry entlang. Diese Trips verdeutlichen die vielseitigen Landschaften und Vegetationen der Inseln

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Das Auslandssemester begann für mich mit großer Aufregung und einer gewissen Angst mir zu viel vorgenommen zu haben. Rückblickend kann ich sagen, dass ich in dieser Zeit neue Seiten an mir kennengelernt und mich weiterentwickelt habe. Diese dreieinhalb Monate waren für mich ein wundervolles Erlebnis, welches es mir nicht nur ermöglichte in einem fremden Land zu leben und mir das Sprechen dessen Sprache zu erleichtern, sondern mich zusätzlich mit weiteren Kulturen aus anderen Ländern konfrontierte. Außerdem habe ich mit neuen Freunden eine wunderschöne Insel sowie dessen märchenhaften Sagen entdecken dürfen. Ich bin sehr dankbar für diese Lebenserfahrung und kann ein Auslandssemester nur weiterempfehlen, um sich außerhalb der gewohnten Umgebung neuen Situationen zu stellen und fremde Kulturen kennenzulernen.

Welche weiteren wichtigen Hinweise hast Du für zukünftige Studierende?

Ich kann nur empfehlen jede Minute der Freizeit innerhalb eines Auslandssemesters zu nutzen, um das Land zu erkunden und mit anderen internationalen Studierenden zu verbringen. Trotzdem ist es wichtig auch die Prüfungen erfolgreich zu absolvieren.

Wie wirkt sich dein Aufenthalt auf den weiteren Werdegang und die Pläne für weitere Auslandsaufenthalte aus?

Meinen weiteren Lebensweg hat es soweit beeinflusst, dass es mir die Hemmungen gegenüber dem beruflichen Umgang mit der englischen Sprache genommen hat und ich mir innerhalb meinen beruflichen Werdegang weitere kurze Auslandsaufenthalte vorstellen kann.

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