Erfahrungsbericht: Auslandssemester Lettland

Allgemeine Daten

01.02.2017 - 30.06.2017
Lettland
Riga
Ludzas iela

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Riga Technical University

Studiengang

Maschinenbau

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Die Bewerbung an der RTU war relativ einfach. Die Universität Besitz ein recht gutes online Bewerbungsformular.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Ich habe mir die Wohnung vor meiner Anreise gesucht. Dies war im nachhinein ein Fehler, da es in Riga für den selben Preis auch gute Wohnungen im Innenstadtbereich gibt. Ich empfehle jeden sich nur für einen Monat irgendwo einzumieten (in einem Hostel oder ähnliches) und dann eine passende Wohnung zu suchen, da es in Riga kein Wohnungsmangel gibt.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Möchtest Du etwas zu den Versicherungen anmerken?

Ein zusätzliche Versicherung ist eigentlich nicht nötig. Nur für etwaige Reisen in das europäische Ausland (Russland, Israel) ist eine zusätzliche Krankenversicherung nötig.

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Wie waren die Lebenserhaltungskosten?

Die Lebenserhaltungskosten sind in etwa sowie in Deutschland. Sparen kann man eigentlich nur wenn man in den Markthallen einkauft. Dort werden Lokal produzierte Produkte angeboten die eine sehr gute Qualität haben.

Unterkunft im Monat (ca.)

280-310 Je nach Heizkosten

Verpflegung im Monat (ca.)

200

Freizeit im Monat (ca.)

260

Während meines Aufenthalts

Die üblichen Formalitäten...

Die Beschaffung vom Studierendenausweis und dem Monatsticket für den Öffentlichen Nahverkehr ging ohne Probleme und konnte innerhalb eines halben Tages erledigt werden. Auch das besorgen einer lettischen Handynummer war sehr einfach. Die gibt es an jedem Kiosk und man kann als Prepaid zum Beispiel nur Internet 2 GB für 6 Euro buchen. Auch alle restlichen Formalitäten mit der Universität ging ohne Probleme das Foreign Department war immer sehr freundlich und hilfsbereit.

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Die RTU hat mehrere Gebäude. Die meisten Fakultäten sind in Kipsala, das in eine Insel an der Daugava nahe des Stadtzentrums. Von der Altstadt kann man da in 5-10 hinlaufen. Dort sind die Gebäude top modern entweder neu errichtet oder werden gerade renoviert. Leider war meine Fakultät außerhalb der Stadt so dass man 30-40 Minuten von der Altstadt mit dem Bus fahren muss. Das Gebäude war leider nicht mehr in so guten zustand wobei die Lehrmaterialien (PC, Whiteboards, etc.) auf dem neusten stand waren. Aber voraussichtlich nächstes Jahr zieht auch die Fakultät nach Kipsala in die neu renovierten Gebäude. Die letzten Unterrichtsstunden in denen wir Computer benutzen mussten hatten wir bereits in Kipsala in neuen Computerräumen.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Die RTU bietet eine menge Master und Bachelor Studiengänge in Englisch an. Dadurch hatte ich eine relativ große Auswahl an Masterkursen. Leider überlagerten sich einige und manche konnte ich nicht wählen da die Zeit zum wechseln zwischen den unterschiedlichen Standorten zu lange gedauert hätte. Meine gewählten Kurse waren alle auf Englisch und das Englisch der Professoren war überwiegen gut. Ich hatte keine Probleme dem Unterrichtstoff zu folgen. Im Unterricht mussten wir oft mit Computerprogrammen arbeiten und Simulationen durchführen. Dabei hatten wir eine gute Mischung aus Theorie und praktischem Arbeiten. Während des Semesters mussten wir in den meisten Fächern kleinere Hausarbeiten abgeben wobei am Ende die Prüfungsleistung in form einer Mündlichen Prüfung durchgeführt wurde. Es werden aber auch richtige Klausuren geschrieben die Prüfungsart ist je nach Professor unterschiedlich. Im Allgemeinen muss ich jedoch sagen, dass das Niveau deutlich geringer ist als an meiner Heimat Hochschule.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Der Kontakt zu Kommilitonen war super. Gerade im Master waren wir insgesamt nur etwa 25 Personen. Wobei 5 davon Erasmus Studenten waren. Mit denen habe ich mich super verstanden und wir haben eine menge gemeinsam unternommen. Die restlichen 20 Personen waren Inder mit denen die Verständigung schwieriger war, jedoch auch geklappt hat. Neben dem Studium habe ich auch noch jede menge anderer interessanter Leute kennengelernt. Das vor allem bei Kurztrips die von dem ESN (Erasmus Student Network) organisiert wurden und auf diversen Partys. Allgemein war das Kennenlernen von Erasmus Studenten sehr einfach. Letten kennen zulernen war da schon deutlich schwieriger. Das liegt vor allem daran, dass man im Studium durch den englischen Master keine Berührungspunkte hatte und auch die Letten eher unter sich bleiben. Jedoch gibt es immer Ausnahmen von der regel ;) und ich hab es tatsächlich geschafft ein zwei Letten kenne zulernen.
Die Verständigung mit den Einheimischen im alltäglichen Leben war meist unkompliziert, da vor allem die Jüngeren aber auch manch ein älterer englisch sprechen.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

In meiner Freizeit haben ich vor allem Kurztrips gemacht. Meistens übers Wochenende haben ich verschiedene Hauptstädte besucht. Das Reisen bietet sich in Lettland an da man von dort recht günstig Fliegen kann. Auch die Busreisen in die baltischen Nachbarstaaten sind günstig. Die Züge in Lettland sind extrem günstig. Man bezahlt für eine Stunde fahrt in etwa 2 Euro. Dadurch kann man die schöne Natur Lettlands (mit einigen Nationalparks) günstig erkunden und auch kleinere Nachbarstädte von Riga besuchen.
Ein weiterer Große Vorteil von Lettland ist, das sehr gute kulturelle Angebot. Riga Besitz eine menge sehr interessanter Museen und ist berühmt für seine guten Chöre. Dabei kostet der Eintritt in die Museen in etwa 2 Euro und ein Besuch in der Oper, Theater oder einem Konzert ist auch deutlich günstiger als in Deutschland. Dabei werden diese teilweise auch in Englisch angeboten.
Abends ist eigentlich immer etwas los. In vielen Kneipen ist abends ein kostenloses Konzert wodurch man viele neue interessante Bands kennen lernen kann. Auch die meisten Clubs nehmen keinen eintritt und ein Bier kostet im durchschnitt um die 3 Euro.

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Als Fazit kann ich sagen es war die beste Zeit meines Studiums! Ich habe so viele interessanter Leute kennengelernt, so dass ich jetzt Leute in vielen Ländern Europas kenne und hoffe diese auch noch einmal besuchen zu können. Die Highlights neben den Leuten waren natürlich die Reisen! Vor allem mein Trip nach Israel war sehr eindrucksvoll für mich.

Wie klappte es mit der Anerkennung der Leistungen für das Studium an der HsH?

Für mich war das Erasmus Semester ein zusätzliches Semester, da ich bereits alle meine notwendigen Kurse an meiner Heimat Hochschule absolviert hatte.

Welche weiteren wichtigen Hinweise hast Du für zukünftige Studierende?

Ich kann euch nur Raten auf alle fälle ein Erasmus Semester zu machen! Es ist eine tolle Erfahrung und ihr werdet euch euer gesamtes Leben daran erinnern! Mach es auf jeden Fall auch wenn ihr dadurch ein Semester länger Studiert!

Wie wirkt sich dein Aufenthalt auf den weiteren Werdegang und die Pläne für weitere Auslandsaufenthalte aus?

Einen weiteres Erasmus Semester kann ich leider nicht machen. Aber nach diesem halben Jahr würde ich eine kurzzeitige Arbeit im Ausland nicht mehr Ausschließen.

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