Wanderlust

Erfahrungsbericht: Auslandssemester Spanien

Allgemeine Daten

01.09.2017 - 28.02.2018
Spanien
Madrid
Calle San Rufo

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Fachrichtung des Betriebs

Business Administration

Studiengang

Business Administration

Vor meiner Abreise

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Bei der Wohnungssuche bin ich so vorgegangen, dass ich mir zuerst einmal eine Airbnb Wohnung gebucht habe, da ich mir vor Ort Wohnungen anschauen wollte. Ich bin vier Wochen vor Beginn des Semesters nach Madrid geflogen und hatte dort für die ersten 20 Tage die Airbnb Wohnung. Vor Ort habe ich mir dann online Wohnungsinserate herausgesucht und per Whattsapp, oder telefonisch Besichtigungstermine vereinbart. Ich habe mir insgesamt drei Wohnungen angeschaut und in der dritten Wohnung hat dann alles gepasst. Ich bin dort Anfang September eingezogen. Meine Mitbewohner waren ein Ehepaar mittleren Alters und ein lediger Senior. Alle waren super freundlich, sprachen jedoch ausschließlich Spanisch. Dies hat mir schlussendlich aber sehr geholfen meine Kenntnisse zu verbessern. Meine Kriterien für die Wohnung waren, dass ich eine gute und schnelle Verbindung sowohl zur Innenstadt, als auch zur Hochschule habe und ein großes Zimmer. All diese Kriterien wurden glücklicherweise erfüllt.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Wie lief es mit den Finanzen?

Um finanziell über die Runden zu kommen halfen mir zum einen das Erasmus Stipendiengeld und der Go-Out Zuschuss von der Hochschule. Dieses Geld ist jedoch wirklich knapp bemessen für die Zeit. Es kommt jedoch natürlich sehr darauf an wie man vor Ort lebt. Generell ist das Leben in Madrid nicht günstig. Mit Miete, Lebensmittel, Unternehmungen sind Kosten angefallen, die das Stipendiengeld nicht abgedeckt hat. Aus dem Grund musste ich noch einiges von meinen Ersparnissen dazulegen.

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Wie waren die Lebenserhaltungskosten?

Die Mietpreise in Madrid sind mit denen deutscher Großstädten vergleichbar. Auch Lebensmittelkosten sind ähnlich hoch wie in Deutschland.

Unterkunft im Monat (ca.)

300,- €

Verpflegung im Monat (ca.)

250,- €

Freizeit im Monat (ca.)

300,- €

Während meines Aufenthalts

Die üblichen Formalitäten...

Alles lief reibungslos. Ich habe mir nur vor dem dem Flug nach Spanien eine Kreditkarte geholt, mit der ich kostenlos Bargeld abheben konnte. Die Nutzung des Handys (Telefonieren, Internet) war mit meiner deutschen Simkarte kein Problem, da die Roaminggebühren abgeschafft wurden. In der Wohnung funktionierte das WLAN problemlos.

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Die ESIC ist etwas außerhalb von Madrid, westlich des Naturschutzgebiets "Casa de Campo" gelegen. Die Hochschule war jedoch von meiner Wohnung schnell zu erreichen. Ich musste 10 min. mit dem Bus fahren, dann in die "Cercanía" (S-Bahn von Madrid) umsteigen und zwei Stationen (10 min.) bis zum Stadtteil "Porzuelo" fahren. Von der Cercania-Station aus kann man dann entweder ca. 15 min - 20 min. zu Fuß gehen, oder man nimmt den Bus. Die Hochschule an sich ist wirklich sehr modern und gut ausgestattet. Auch die Dozenten sind größtenteils alle sehr freundlich, können einem viel Wissen vermitteln und sind offen für Fragen. Die Organisation der Hochschule lässt allerdings zu wünschen übrig. Alles dauert sehr lange. Die genauen Klausurentermine haben wir beispielsweise erst 2 - 3 Wochen vor Beginn der Prüfungsphase erfahren.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Ich habe an der Hochschule ausschließlich Kurse aus dem Bereich Marketing belegt. Die belegten Kurse habe ich mir dann für Module an unserer Hochschule anrechnen lassen. Die Kurse an der ESIC waren teilweise wirklich interessant, aber einige andere Fächer wiederum fand ich ziemlich uninteressant. Gut gefallen haben mir Fächer, in denen wir ein konkretes Projekt ausarbeiten mussten, da dies sehr praxisnah war. In jedem Fach gab es eine Gruppenarbeit, was für einige Fächer sehr sinnvoll war, für andere wiederum wenig Sinn ergeben hat. Jedes Modul bestand aus einer Gruppenleistung und einer Klausur. Ich habe insgesamt 7 Module dort belegt. Ich muss sagen, dass man sich wirklich nicht zurücklehnen konnte und, dass das Semester schon recht stressig war. Fast in jeder Woche musste man in eines der Fächer eine Leistung einreichen, oder eine Präsentation über ein bestimmtes Thema halten. Der Unterricht war ansonsten sehr schulmäßig, was ich ein bisschen schade fand. Man hatte eine feste Klasse, in der es ca. 40 Studenten aus unterschiedlichsten Ländern Europas gab. An 75 % der Veranstaltungen musste man verpflichtend teilnehmen.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Wie bereits erwähnt, bestand meine Klasse aus ca. 40 Studenten aus unterschiedlichsten Ländern Europas. Der kulturelle Unterschied war nicht gravierend. Alle in der Klasse sind zwar gut miteinander klar gekommen, aber wie es meist in einer großen Gruppe der Fall ist, gab es einzelne Grüppchen. Die einzelnen Nationalitäten blieben meist unter sich. Häufig wurde jedoch auch der Kontakt zu anderen Landsleuten gesucht und es wurde schon viel untereinander kommuniziert, gelacht und über Inhalte der Module gesprochen. Wir hatten eine Whattsapp Gruppe in der alle Studenten aus unserer Klasse waren und besonders hier wurde viel geschrieben und kommuniziert. Ich hatte neben den Vorlesungen allerdings wenig mit den anderen aus der Klasse zu tun. Wir hatten auch einige Spanier in der Klasse und diese waren wirklich nett, hilfsbereit und lustig drauf. Generell hat sich mein positiver Eindruck von den Spaniern nicht geändert.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

Die Zeit neben dem Studium war aufgrund des hohen Zeitaufwands für die Uni leider sehr begrenzt. Ich wäre gerne mehr gereist.
Einige Ausflüge habe ich jedoch trotzdem gemacht. Generell gibt es in und um Madrid viel zu entdecken. Häufig habe ich mich mit Kommilitonen aus Hannover am "Sol" (Innenstadt) getroffen und wir waren in einer Bar etwas trinken oder in einem Restaurant etwas essen. Einmal bin ich nach Valencia gereist und habe dort sechs Tage verbracht. Außerhalb von Madrid gibt es eine sehr schöne Gebirge, die perfekt zum Wandern sind. Dies habe ich auch zweimal in meiner Zeit dort gemacht. Um Madrid gibt es einige sehr schöne, typisch spanische, kleine Städte wie zum Beispiel Segovia und Toledo. Diese Städte habe ich auch besucht und sie haben mir sehr gut gefallen. Vor allem Segovia ist wunderschön. Glücklicherweise war meine Wohnung direkt am Rio Manzanares gelegen, dem einzigen Fluss der durch Madrid fließt. Hier ist es wirklich schön und die angrenzenden Parks laden zum verweilen ein zum spazieren gehen, oder zum Sport treiben. Überall entlang des Flusses gibt es Sportgeräte, die auch ich häufiger genutzt habe. In den heißen Monaten (August, September, Oktober) habe ich mich sehr oft einfach in den Park gelegt und mich gesonnt. Also zusammenfassend kann ich sagen, dass es einem in Madrid nicht langweilig wird und, dass man dort viel unternehmen kann. Madrid ist eine sehr lebendige Stadt und auf den Straßen ist gerade zu späterer Stunde sehr viel los.

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Ich kann nur jedem empfehlen ein Auslandssemester zu machen, alleine schon um aus seiner "Komfortzone" mal herauszukommen und sich den Herausforderungen, wie z. B. Sprachbarrieren, kulturellen Unterschieden etc. zu stellen. Besonders Madrid ist eine sehr schöne Stadt, die sich gut für ein Auslandssemester eignet. Ich habe es in keinster Weise bereut ein Auslandssemester gemacht zu haben und ich werde bestimmt noch häufiger in meinem Leben besuchen, da ich diese Stadt mit einer wirklich tollen Zeit verbinde.

Wie klappte es mit der Anerkennung der Leistungen für das Studium an der HsH?

Die vereinbarten Kurse wurden mir problemlos angerechnet und alles hat gut funktioniert.

Welche weiteren wichtigen Hinweise hast Du für zukünftige Studierende?

Wagt den Schritt ins Ausland und habt keine Scheu. Ihr werdet es nicht bereuen. Ihr solltet euch aber bewusst sein, dass ihr während des Semesters nicht nur relaxen und reisen könnt. Es kommt natürlich auf die jeweilige Hochschule an. Ich für meinen Teil hätte jedenfalls vorher nicht damit gerechnet, dass mein Auslandssemester so arbeitsaufwendig wird. Ansonsten kann ich euch noch raten die Sprache eures Gastlandes möglichst gut zu können bevor ihr dort hingeht, das hilft natürlich im Alltag unheimlich. Eine grobe Verständigung sollte schon möglich sein. Besonders in Spanien sprechen sehr, sehr viele Menschen kein Englisch.

Wie wirkt sich dein Aufenthalt auf den weiteren Werdegang und die Pläne für weitere Auslandsaufenthalte aus?

Ich liebe es generell zu reisen, neue Orte zu sehen und fremde Kulturen kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich noch sehr viele Reise zu unterschiedlichsten Orten in meinem Leben unternehmen werde und ich denke, dass es mich auch immer mal wieder nach Madrid verschlägt.

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