Erfahrungsbericht: Auslandssemester Schweden

Karlstad
Karlstad
Finnisch Lappland
Finnisch Lappland
Narvik, Norwegen
Narvik, Norwegen
Karlstad
Karlstad
Bergen, Norwegen
Bergen, Norwegen

Allgemeine Daten

15.01.2018 - 18.06.2018
Schweden
Karlstad
Duettgatan

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Karlstads Universitet

Studiengang

Sprachen

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Meine Entscheidung ins Ausland zu gehen fiel sehr spontan. Eigentlich wollte ich direkt nach dem dritten Semester meine Masterarbeit verfassen. Die Informationsveranstaltung des International Offices und das Angebot der Universität in Karlstad überzeugten mich jedoch vom Gegenteil und ich bewarb mich für ein Auslandssemester in Schweden.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Die Wohnungssuche gestaltet sich für ERASMUS+-Stipendiaten in Karlstad extrem einfach. Sobald man an der Universität angenommen wird, muss man sich lediglich rechtzeitig für eine Zimmergröße (16-26qm) bewerben und überweist dann die komplette Miete im Voraus. Das möblierte Zimmer mit eigenem Bad und Gemeinschaftsküche auf dem Flur steht dann von Januar bis Ende Juni zur Verfügung. Die Wohnungen liegen circa 10 Minuten Fußweg von der Universität entfernt und sind an das Busnetz angebunden. Auf diese ist man angewiesen, wenn man in das Stadtzentrum von Karlstad gelangen möchte.
Man muss lediglich berücksichtigen, dass der Schlüssel für die Wohnung nur zu den Öffnungszeiten des Wohnungsanbieters KBAB, mit dem die Universität zusammenarbeitet, abgeholt werden kann. Es gibt aber Möglichkeiten mit anderen Studenten über Facebook in Kontakt zu treten um eine Übernachtungsmöglichkeit zu haben, falls man außerhalb der Öffnungszeiten ankommt.
Verglichen mit Wohnungsanbietern, die ich in Deutschland kennenlernen durfte, ist die Betreuung von KBAB sehr gut.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Möchtest Du etwas zu den Versicherungen anmerken?

Eine Auslandskrankenversicherung hat sich für mich angeboten, da meine normale Versicherung nur Urlaube abdeckt.

Wie lief es mit den Finanzen?

Da ich während meines Studiums gearbeitet habe, konnte ich Geld sparen und mir damit meine Reisen sowie die Flüge komplett finanzieren, außerdem haben meine Eltern mich unterstützt.

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Wie waren die Lebenserhaltungskosten?

Die Lebenshaltungskosten in Schweden sin höher als in Deutschland, allerdings gibt es Möglichkeiten etwas Geld zu sparen. Beispielsweise können die benötigten Bücher im Campusbuchhandeln gebraucht gekauft und am Ende des Semesters wiederverkauft werden.
Es gibt kein Semesterticket, deswegen kann man sich entweder ein Fahrrad kaufen oder ist auf ein Busticket angewiesen. Allerdings sind die günstigen Zugtickets und die Möglichkeit den Flixbus zu nutzen beim Reisen von Vorteil.
Um nicht in der Mensa essen zu müssen, die zwar hochwertiges, aber hochpreisiges Essen anbietet, haben meine Mitbewohner und ich regelmäßig zusammen gekocht und dann das selbstgemachte Essen mit in die Uni genommen. Einkaufen kann man günstig im Lidl.

Unterkunft im Monat (ca.)

390€

Verpflegung im Monat (ca.)

150€

Freizeit im Monat (ca.)

200€

Während meines Aufenthalts

Die üblichen Formalitäten...

Da keine Roaminggebühren mehr anfallen, konnte ich meinen Vertrag einfach problemlos in Schweden nutzen. Alle Studenten haben allerdings kostenlose SIM-Karten erhalten.
In Schweden wird meistens bargeldlos gezahlt, deswegen bietet es sich an ein Konto zu haben, dass kostenlos im Ausland genutzt werden kann.

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Die Universität ist sehr modern mit einer wunderschönen Bücherei, in der man entweder in Einzelräumen, auf dem "silent floor" oder auf einer der zwei anderen Ebene lernen kann. Im Sommer kann man auf der Grünfläche vor der Universität sitzen.

Es gibt zwei Cafés und eine Mensa in denen es sehr hochwertiges Essen gibt. Das mitgebrachte Essen kann in Kühlschränken gelagert und in Mikrowellen aufgewärmt werden.
Die Studentenverbindung bietet verschiedene Sportkurse an, die in der Halle auf dem Unigelände stattfinden. Außerdem gibt es dort ein Fitnessstudio. Über die Mitgliedschaft in der Studentenverbindung bekommt man außerdem einige Vergünstigungen.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Ich habe die Kurse "Business English I" (15 Credits), "Swedish as a foreign language I" (7,5 Credits) und "Swedish as a foreign language II" (7,5 Credits) belegt.
In Schweden verbringt man weniger Zeit in Seminaren, sondern mehr mit dem Selbststudium. Das Niveau der Kurse ist unterschiedlich. Das meiner kann ich nur schwer mit meinen Masterkursen in Hannover vergleichen. Den Aufwand würde ich fast als zu gering einstufen, da ich definitiv ein anderes Niveau erwartet hatte.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Ich hatte viel Kontakt zu schwedischen Studenten, einerseits, weil ich einige schwedische Mitbewohner hatte und wir viel gemeinsam gekocht, anderseits durch das Badmintontraining. Zu zwei schwedischen Freunden, darunter meine Gastschwester, halte ich auch jetzt noch Kontakt. Sie habe ich durch das Gastfamilienprogramm der Universität kennengelernt. Wenn man sich für das Programm anmeldet, bekommt man die Möglichkeit mit einer schwedischen Familie in den Austausch zu gehen und ihr Leben näher kennenzulernen, ohne allerdings bei ihnen zu wohnen.
Angenehm ist, dass die meisten Schweden ein sehr gutes Englisch sprechen und sehr freundlich reagieren, wenn man sich versucht mit den ersten erlernten Brocken Schwedisch zu verständigen.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

Dadurch dass ich meine Zeit sehr flexibel einteilen konnte, habe ich viermal die Woche Badminton gespielt und vor dem Training für meine Schwedischkurse gelernt. Im Winter haben wir außerdem Langlaufskier und Schlittschuhe gratis bei einer "fritidsbanken" in der Nähe der Uni geliehen. Im Wald neben dem Campus wird im Winter eine Loipe angelegt, im Frühling und Sommer konnte ich hier wunderbar laufe gehen.
Etwa eine halbe Stunde Fußweg vom Campus entfernt liegt der See Alstern, der zugefroren genauso schön ist wie im Sommer zum Baden. Mit Moskitos ist zu rechnen.
Die Innenstadt von Karlstad bietet darüber hinaus alles was man braucht und in den vielen Cafés kann man sich gut treffen.
Meine Mitbewohner und ich haben viel zusammen gekocht und sind gemeinsam gereist. Dafür bieten sich einerseits die organisierten Touren an - die Reise nach Lappland kann ich sehr empfehlen - oder selber Reisen zu organisieren. Nach Oslo kann man beispielsweise günstig mit dem Flixbus eine Tagestour machen, Kopenhagen, Bergen (besonders die Zugfahrt dorthin), Göteborg und Stockholm kann ich ebenfalls empfehlen.

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Die Entscheidung nach Schweden zu gehen war für mich genau richtig und ich kann das Studieren in Karlstad weiterempfehlen. Ich durfte wunderbare Menschen kennenlernen und habe grandiose Orte besuchen können. Sverige, vi ska ses igen!

Wie wirkt sich dein Aufenthalt auf den weiteren Werdegang und die Pläne für weitere Auslandsaufenthalte aus?

Ich bin auch weiterhin offen für eine berufliche Zukunft im Ausland. Schweden ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich werde zurückkehren, auch um meine Freunde wiederzusehen.

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