Wanderlust

Erfahrungsbericht: Auslandssemester USA

Allgemeine Daten

27.08.2018 - 14.12.2018
USA
San Marcos
210 N Edward Gary St

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Texas State University

Fachrichtung des Betriebs

College of Health Professions

Studiengang

HIM - Health Information Management

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Einer meiner Dozenten, Herr Fortwengel, hat meiner Kommilitonin und mir nahe gelegt, an Stelle eines zweiten Praxissemesters ein Auslandssemester zu absolvieren und dies mit unserer Bachelor-Arbeit zu verbinden. Dabei hat er uns die Texas State University vorgeschlagen. Nach einigen Gesprächen waren wir beide schnell überzeugt und bewarben uns recht zeitig auf das Hin-und-weg-Stipendium. Dies war recht unkompliziert: Im Mobility-Online Portal ein paar Formulare ausgefüllt und einen Motivation Letter hochgeladen und schon ging alles seinen Gang. An der Texas State University wurden wir dann mit offenen Armen aufgenommen. Am Ende waren wir sogar zu fünft aus meinem Semester, die an die Texas State gingen.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Zunächst wurde für uns vorgesehen On-Campus zu wohnen, das heißt in einem der Studenten-Wohnheime. Für uns waren dort Plätze reserviert, wir hätten aus einer Auswahl von Wohnheimen ein Ranking erstellen können und hätten dann einen Platz zugewiesen bekommen. Allerdings wären wir dann verpflichtet gewesen einen so genannten Mealplan zu erwerben. Das ist ein Punktekonto, womit man in diversen Dininghalls und Schnellrestaurants auf dem Campus Essen und Trinken erwerben kann. Dieser war jedoch unverhältnismäßig teuer und uns war klar, dass wir nie im Leben so viel Essen und Trinken können, damit sich dieser Mealplan lohnt. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden uns selber, ohne Unterstützung der Universität, um eine Unterkunft Off-Campus zu kümmern. Dies war recht einfach. Rund um den Campus gibt es mehrere private Studentenappartments, wo man sich auf verschiedene Appartments, einzeln oder WG, bewerben kann. Wir sind am Ende alle im The Local Downtown gelandet. Der Kontakt kam online zustande, und nach dem wir uns dort für WGs angemeldet hatten wurde uns auch recht schnell der Mietvertrag per Email zugeschickt. Von hier aus ist alles wichtige in San Marcos zu Fuß zu erreichen, der Campus sowie der Supermarkt und auch der Square, wo sich das Nachtleben in San Marcos abspielt.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Möchtest Du etwas zu den Versicherungen anmerken?

Von der Texas State University, ist man dazu verpflichtet eine von der Universität ausgewählte studentische Krankenversicherung abzuschließen, diese belief sich in unserem Fall auf $688 für ein Semester.

Von meiner Unterkunft aus, The Local Downtown, war ich außerdem dazu verpflichtet eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen/vorzuweisen, diese konnte allerdings auch deutsch sein.

Wie lief es mit den Finanzen?

Das Hin-und-weg-Stipendium war schon einmal eine willkommene finanzielle Unterstützung. Insgesamt wurde ich mit 1300€ Reisekostenpauschale für USA West und 4 x 400€ Teilstipendium gefördert. Außerdem habe ich mich bei der HsH für den Going-Out Zuschuss über 500€ beworben, welcher mir bewilligt wurde. Ich habe auch Auslands-BAföG bekommen, das belief sich bei mir allerdings nur auf 47€ im Monat, aber das ist ja bei jedem unterschiedlich, ich kann nur empfehlen sich auf jeden Fall darauf zu bewerben, auch wenn man kein Innlands-BAföG bekommt. Ohne Ersparnisse und zusätzliche finanzielle Unterstützung meiner Familie bin ich allerdings nicht ausgekommen. Insgesamt habe ich für das Auslandssemester ungefähr 13.000€ kalkuliert. Darin sind natürlich auch zusätzliche Reisekosten enthalten. Auf dem Weg nach Texas hatte ich zum beispiel einen 4-tägigen Aufenthalt in New York, während meines Aufenthalts in Texas habe ich Kurztrips in die Städte Dallas, Houston und Austin unternommen und ich bin für 4 Tage nach San Francisco geflogen. Auf meinem Rückweg werde ich 4 Tage in Los Angeles verbringen und währenddessen einen Ein-Tages-Trip nach Las Vegas unternehmen. All diese Städtetrips sind in meinem Budget schon enthalten.

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Unterkunft im Monat (ca.)

715€ - 725€ (kommt auf den Wechselkurs an)

Verpflegung im Monat (ca.)

300€ - 400€

Freizeit im Monat (ca.)

im Durchschnitt ca. 100€ bis 200€

Sonstiges

Outlet-Shopping: ca. 500€

Während meines Aufenthalts

Die üblichen Formalitäten...

Die einzige Formalität, um die ich mich kümmern musste, war eine amerikanische SIM-Karte. Die habe ich mir kostenlos bei J1Sim bestellt, nachdem man die SIM-Karte erhalten hat, kann man diese ganz einfach online aktivieren.
Bargeld habe ich mit meiner normalen Bankkarte ein bis zwei mal im Monat in größeren Summen (mind. 100€) von meinem Girokonto abgehoben, allerdings wird hier fast nur mit Kreditkarte bezahlt, also benötigt man gar nicht so viel Bargeld.

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Die Texas State University ist eine große Uni mit vielen Fakultäten (hier Colleges/Departments) und einer großen, sehr umfangreichen Bibliothek. Man kann 30 min zu Fuß unterwegs sein und hat das Campusgelände immer noch nicht verlassen. Das Uni-Maskottchen ist Boko the Bobcat, ein Rotluchs. Außer den normalen Unigebäuden gehören viele Wohnheime, ein Amercian Football Stadium, Baseball Stadium, Basketball Stadium, eine Schwimmhalle, ein großes Fitnesscenter, wo es unter anderem auch Möglichkeiten zum Klettern gibt, Fußballplätze und zwei Theater.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Insgesamt habe ich während meines Auslandssemester drei verschiedene Vorlesungen besucht:

1. Principles of Health Information Management, wo ich viel über das amerikanische Gesundheitssystem und mögliche Jobs, die man mit einem Abschluss in Health Information Management machen kann.

2. Principles of Management in HIM, wo ich einiges über Managementtechniken, -theorien und -stile gelernt habe. Dabei wurde sich zwar hauptsächlich auf die Gesundheitsbranche bezogen, aber dieses Wissen lässt sich auch gut auf andere Branchen anwenden.

3. Health Information Management Research and Data Analysis, wo es hauptsächlich um statistische Methoden zur Datenaufbereitung ,-analyse und -interpretation, sowie klinische Forschung ging.

Außerdem hatte ich einen zusätzlichen Kurs, bei dem ich dabei unterstützt wurde an meiner Bachelor-Arbeit zu schreiben und, bei dem ich regelmäßig online Assignments dazu abgeben musste.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Die Texaner sind generell sehr freundlich, offenherzig, warm und kontaktfreudig. Es war überhaupt nicht schwer mit den Locals hier in Kontakt zu treten und neue Freundschaften zu schließen. Hier wird sich generell viel schneller einfach mal unterhalten und über seinen Tag ausgetauscht, ganz zwanglos, zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt mit dem Kassierer. Auch in der Uni mit den Kommilitonen und Dozenten kommt man einfach ins Gespräch und wird auch schnell mal zum gemeinsamen Ausgehen abends eingeladen oder bekommt Unterstützung angeboten mit dem Lernstoff.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

Meistens habe ich meine Freizeit, als hier noch Hochsommer herrschte, am Pool verbracht, der ist hier in Texas bei den meisten privaten Haushalten und allen Studentenappartments, wegen der hohen Temperaturen im Sommer (30°C - 40°C) Standard. Dabei war ich so gut wie nie allein, meistens war ich mit anderen internationalen Studenten zusammen. Generell hat sich die Gemeinschaft zwischen den internationalen Studenten hier, die von allen Kontinenten kommen, ganz schnell zu einer großen Familie entwickelt und ich habe viele neue Freundschaften geschlossen. Abends haben wir uns meistens auf dem Square getroffen, dort befinden sich alle Bars und Clubs in San Marcos. Aber auch an Möglichkeiten zum Sport treiben mangelt es in San Marcos nicht.

Nach meiner Rückkehr

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