Wanderlust

Erfahrungsbericht: Auslandssemester Großbritannien

Allgemeine Daten

16.09.2018 - 25.01.2019
Großbritannien
Birmingham
50 Curzon Street

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Birmingham City University

Fachrichtung des Betriebs

Art und Design

Studiengang

Fashion Design

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Aufmerksam auf einen Studienplatz an der Birmingham City University wurde ich durch eine Kommilitonin, die dort ein Semester Modedesign studiert hat. Daraufhin besuchte ich die Indoveranstaltung "Wege ins Ausland" und informierte mich ausreichend über mein Zielland und die Partnerhochschule. Dabei hat mich das Internationale Office der Hochschule Hannover auf meinem Weg begleitet und mir viel Beratung und Information geboten. Die Koordination des Erasmus-Programmes mit eingeschlossen.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Die Wohnungssuche gestaltete sich einfach,denn die Birmingham City University bot verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten an. Es gibt eine spezielle Seite der BCU Accommondation, auf der die Studentenwohnheime im Umkreis und Umgebung angezeigt werden.Viele dieser Unterkünfte kann man nur für einen längeren Zeitraum wählen als ein Semester. Deshalb wurde mir die Unterkunft University Looks vorgeschlagen, für die ich mich dann letztendlich auch entschieden habe. Das Wohnheim University Looks befand sich direkt gegenüber des Campus und wird von der BCU verwaltet. Also perfekt für einen kürzeren Aufenthalt und der BCU.

Das Wohnheim ist sehr sauber und sehr zu empfehlen, aber leider nicht günstig. Man konnte zwischen einem Einzelzimmer und einem Zweibettzimmer auswählen (Bad inklusive). Diese Zimmer befinden sich dann in Block A,B oder C. Auf den jeweiligen Etagen gibt es eine große Küche mit Esstisch und einem Relax Bereich. Die Küche wird mit anderen Studenten geteilt,da auf jeder Etage ja mehrere Studenten wohnen.Ich hatte ein Einzelzimmer mit Bad und habe mit sechs anderen Studenten im 12. Stock gewohnt. Eine neue,sehr interessante Erfahrung,bei der man neue Leute kennenlernt. Zudem gab es einen Wäscheraum, einen Aufenthaltsraum, Musikübungsräume und Arbeitsräume.

Das Studentenwohnheim wird rund um die Uhr bewacht und ein Securityteam kümmert sich auch nachts um die Sicherheit vor Ort. Ich fühlte mich sehr sicher und gut aufgehoben.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Möchtest Du etwas zu den Versicherungen anmerken?

Vor der Abreise muss sollte man sich noch über ein paar Dinge informieren. Zum Beispiel über das Thema Versicherungen, um auch im Ausland einen guten Schutz zu haben.

Großbritannien ist in Sachen Versicherung ein wenig anders, als die anderen europäischen Länder. Die komplette Versicherung läuft hier zunächst über den National Health Service (NHS), das ist eine staatliche, von Steuergeldern finanzierte Organisation. Jeder Bürger ist so automatisch versichert. Die gute Nachricht ist, das gilt auch für alle Bürger der Europäischen Union, die schlechte, nicht immer sind damit alle Kosten abgedeckt. Wer also Zweifel hat, ob er wirklich ausreichend versichert ist, kann beim Akademischen Auslandsamt der deutschen Universität oder beim Foreign Office der englischen Hochschule noch einmal genauer nachfragen. Für Nicht EU-Bürger ist eine Auslandskrankenversicherung notwendig.

Wie lief es mit den Finanzen?

Die finanzielle Situation ist nicht so einfach ,da die Lebenshaltungskosten in Großbritannien etwas höher sind als in Deutschland. Zum einen war die Miete meines Studentenwohnheimes sehr teuer und zum anderen sind Lebensmittel und Haushaltswaren deutlich teurer als bei uns .Darüber hinaus möchte man sich während seines Abenteuers bestimmt auch mal etwas zum Neues zum anziehen kaufen oder einfach mal etwas essen gehen. Zudem kommen noch Dinge wie Ausflüge oder Sehenswürdigkeiten dazu, die es zwar wert , aber auch nicht kostengünstig sind.
Ich bewarb mich auf ein Stipendium und auf den Go-Out- Zuschuss, die einige der oben genannten Kosten deckten. Dennoch empfehle ich jedem sich vor seinem Auslandsaufenthalt etwas Geld anzusparen, denn die Finanzierung ist dadurch nicht ausreichend gesichert . Sich als Alternative einen Nebenjob zu verschaffen, um seinen Geldbeutel aufzubessern, ist aus mangelnder Zeit nicht möglich .

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Unterkunft im Monat (ca.)

690€

Verpflegung im Monat (ca.)

150€

Freizeit im Monat (ca.)

250€

Während meines Aufenthalts

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Welcome to - fish and chips, afternoon tea, left-hand traffic and fudge... so lernte ich das Britisch Empire kennen. Meine ausgewählte Gastintitution - Birmingham, die zweitgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs nach London. Mein Auslandssemester absolvierte ich an der Birmingham City University und studierte dort ein Semester Modedesign. Die Universität und der dazugehörige Campus sind sehr groß.Es gibt ein Hauptgebäude, das Curzon Building und ein Nachbargebäude, das Parkside Building. Meine Abteilung befand sich im Parkside Building.

Die Welcomeweek (Einführungswoche) war ein tolles Erlebnis, es gab verschiedene Stände an den verschiedene Programme, Kurse oder sportliche Aktivitäten vorgestellt wurden. Es gab goodie bags, tolles Essen, Musik und gute Stimmung.Dadurch wurde eine Wohlfühlatmosphare geschaffen und eine Lust auf den Beginn des neuen Semsters.

Besonders toll fand ich die Ausstattung der Birmingham City University. Es gab Werkstätten wie Nähräume, Druckräume, Stickräume und Stoffdruckräume. Dort konnte jeder Student, egal aus welchem Bereich, arbeiten. Darüber hinaus wurden immer wieder Workshops aus den verschiedenen Bereichen angeboten, welche Spaß und Neugier weckten.

Eine weitere, tolle Sache war der Campusshop, der sich direkt im Gebäude befand. Dort gab es fast alles :))) Nähutensilien, Architekturbedarf, eine Papeterie und vieles mehr. Es war ein leichtes,dort eben schnell noch das einzukaufen, welches man vergessen hatte oder doch noch gebrauchen könnte.

Natürlich gab es auch eine Mensa, die ich leider nicht empfehlen kann. Dennoch gab es einen Starbucks Stand und einen weiteren Kiosk, an denen ich nicht verhungert bin.


Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Durch die Gasthochschule habe ich neue Herangehensweisen, neue Arbeitstechniken und tolle Eindrücke gewonnen. Die Vermittlung des Unterrichtsstoffes erfolgte in einem kürzeren Zeitraum und in einem höheren Tempo im Vergleich zu meiner deutschen Hochschule. Zudem lagen die Schwerpunkte in anderen Bereichen. Ich besuchte zwei unterschiedliche Kurse an der BCU. In dem einen Kurs ging es um Kreativität und Entwurf. Ich musste ein Komplettoutfit und ein Portfolio erstellen. Dieser Kurs fand zwei Mal in der Woche statt,dennoch musste man an den anderen Tagen selbstständig weiter arbeiten. Der zweite Kurs war ein Theoriekurs, mit der Aufgabe eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben. Dieser Kurs erschien mir schwieriger. Dennoch habe ich beide Kurse toll gemeistert und viel Neues gelernt.


Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Als Austauschschülerin habe mich sehr gut aufgehoben und wohl gefühlt, die Dozenten sind auf uns eingegangen und die Komilitonen waren auch sehr nett. Sie haben uns "Gaststudenten" immer sehr gut in den Unterricht mit eingebunden. Auch als wir mal etwas nicht gleich verstanden haben, haben die Dozenten oder die Kommilitonen sich Zeit genommen um sich um uns zu kümmern.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

Dadurch das eine Kommilitonin aus Deutschland mit mir in Birmingham war, haben wir sehr viel Zeit zusammen verbracht. Wir waren fast jeden Tag draußen an der frischen Luft. Wir erkundeten zusammen die Umgebung und die Stadtteile von Birmingham. Es gab viele Restaurants, Cafe"s, Mall"s und Gallerien/ Museen die wir besuchten. Wir waren immer zusammen einkaufen und haben gekocht. Kochen ist unser neues Hobby geworden. Wir haben verschiedene Ausflüge in Großbritannien gemacht und neue Städte kennengelernt und hatten eine tolle Zeit zusammen.

Aus Deutschland habe ich auch Besuch bekommen, das war besonders schön. Denn man konnte sein ganz neues, aufregendes Leben vorstellen und ein paar Tage Zeit zusammen verbringen. Die ein oder andere Partynacht nicht ausgeschlossen :)

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Wieder zurück in Deutschland, muss ich mich immer wieder an die tolle Zeit zurück erinnern. Ich bin sehr froh diesen Schritt gegangen zu sein und unendlich dankbar diese Chance bekommen zu haben. Das erste mal alleine, eine ganze Weile weg von zu Hause, auf den ersten Blick garnicht so einfach. Dennoch bin über mich hinausgewachsen, habe neue Eindrücke gewonnen und fürs Leben dazu gelernt.

Es war eine besondere Zeit und wertvolle Erfahrung in meinem Leben und bin stolz darauf diese besondere Möglichkeit gemeistert zu haben.


Welche weiteren wichtigen Hinweise hast Du für zukünftige Studierende?

Das Ausslandsemster ist eine riesige Chance sich weiter zu entwickeln und neue Dinge für das Leben zu lernen. Wer die Chance bekommt ein Auslandssemester machen zu dürfen, sollte diese auf jeden Fall nutzen. Vielleicht wird man am Anfang in kaltes Wasser geschmissen, aber man wächst von ganz alleine und merkt wie toll es ist auf sich alleine gestellt zu sein.

Eine ganz, ganz tolle Erfahrungen die ich jedem wünsche!

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