Wanderlust

Erfahrungsbericht: Auslandssemester Spanien

Allgemeine Daten

Spanien
Valencia
El Carmen

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

EASD Valencia

Studiengang

Innenarchitektur

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Für mich war relativ früh klar, dass ich in ein spanisch sprachiges Land gehen möchte, um meine Sprachkenntnisse zu vertiefen.
Also entschied ich mich dafür, mich an unserer Partnerhochschule EASD in Valencia zu bewerben. Mir gefiel sowohl der Internetauftritt der Hochschule, als auch die Erfahrungsberichte anderer Studenten, die dort ihr Auslandssemester absolvierten.
Die auf der Internetseite einzusehenden informativen Kursbeschreibungen halfen mir abzuschätzen, ob es möglich sein wird, die für meinen Abschluss noch relevanten Kurse anrechnen lassen zu können.
Mit der Bewerbung für das Erasmus-Stipendium, dem Verfassen eines Motivationsschreibens und dem Einreichen meines Portfolios, verlief die Bewerbung dann aber recht reibungslos.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Da wir zu zweit das Glück hatten nach Valencia gehen zu können, haben wir uns zusammen auf die Wohnungssuche begeben. Durch Zufall haben wir während unserer Suche durch Bekannte die jemanden in Valencia kannten eine Wohnung zu zweit, fußläufig zur Uni gefunden, was natürlich unfassbares Glück war.
Ich habe jedoch mitbekommen, dass die Wohnungssuche anderer sehr unterschiedlich verlief. Einige hatten zunächst nur für die ersten Tage eine kurzfristige Unterkunft und suchten dann vor Ort, andere hatten wie wir schon von zuhause aus etwas langfristiges gefunden. Allgemein war ich aber sehr glücklich über unsere Entscheidung im Vorhinein für die gesamte Zeit eine feste Unterkunft zu mieten.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Unterkunft im Monat (ca.)

350,-

Verpflegung im Monat (ca.)

200-250

Freizeit im Monat (ca.)

150-200

Während meines Aufenthalts

Die üblichen Formalitäten...

Bezahlungen sind eigentlich meist mit der normale Girokonto-karte (ohne jegliche Gebühren) möglich. Zum Geld abheben (gebührenfrei) habe ich meine übliche Kreditkarte mitgenommen. Ansonsten um anfangs nicht ständig zur Bank zu müssen kann ich empfehlen etwas Bargeld mitzunehmen, damit man, wenn man doch mal nur bar zahlen kann etwas dabei hat.

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Die Hochschule hat ein Hauptgebäude und ein Nebengebäude, was in 15 Minuten fußläufig vom Hauptgebäude erreichbar ist.
Wie überall muss man sich erstmal mit den Räumlichkeiten und der Einteilung vertraut machen, alles in allem ist es aber sehr überschaubar und man findet sich gut zurecht. Beispielsweise finden viele der handwerklichen Kurse in der Außenstelle statt (also immer darauf achten wo die Kurse tatsächlich sind. Im Hauptgebäude gibt es im Eingangsbereich eine kleine 'Cafeteria', in der man diverse Getränke, kleine Snacks und eine warme Mahlzeit am Tag erwerben kann. Diese ist in meinen Augen völlig ausreichend, da wir in größeren Pausen immer Zuhause gegessen haben, aber eher vergleichbar mit unserem Kiosk, als mit unserer Mensa.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Nach einem Einführungstag, hatten wir in den ersten 2-3 Wochen die Möglichkeit alle Kurse auszuprobieren, die uns interessierten. Danach mussten wir unseren Stundenplan selbst zusammenstellen und die Kurse von den Dozenten bestätigen lassen. Hierbei (und auch schon beim Ausfüllen des Learning Agreements) sollte man darauf achten, dass die Semester in Valencia anders aufgebaut sind. Sie rechnen hier in Jahren und nicht in Semestern, sodass die Kurse häufig nur in der 1. oder 2. Hälfte des Jahres angeboten werden und somit nicht immer belegt werden können.
In der Innenarchitektur war es zudem von enormen Vorteil seinen eigenen Laptop dabei zu haben, da man eigentlich in jedem Kurs daran gearbeitet hat und die vorhandenen Computer etwas fragwürdig oder nicht funktionsfähig sind. Die Abgaben werden in der Innenarchitektur fast ausschließlich über einen Moodleaccount eingereicht, sodass man auch Zuhause am Laptop arbeiten können sollte.
Insgesamt ist das System verschulter als bei uns. Die Lehrveranstaltungen gehen von 2-5 Stunden und man hat meist Anwesenheitspflicht. Zu Anfang war dies sehr neu für uns, da wir Zuhause so gut wie kaum noch Kurse mit regelmäßigen Anwesenheiten hatten, man gewöhnt sich jedoch daran. Das gute ist, dass man seinen Stundenplan so erstellen kann, dass man entweder nur vormittags oder nachmittags Kurse hat, oder sich an 3 Tagen in der Woche in vormittags und nachmittags Kursen einträgt, sodass man den Rest der Woche nutzen kann Land und Kultur zu entdecken.
Ich würde aber nicht empfehlen mehr als 5-6 Kurse zu belegen, da einige auch viel Zeit außerhalb der Veranstaltungen in Anspruch nehmen. Außerdem ist es sehr hilfreich sich von vornherein über den Abgabeumfang zu informieren, da die Abgaben wesentlich unterschiedlich zu den uns bekannten sind. Bei uns war es so, dass eigentlich in jedem Fach zusätzlich eine Doku angefertigt werden musste, die alles aufzeigen und erläutern sollte, was während des Semesters geleistet wurde. Da uns diese Aufgabe erst zum Ende des Semesters aufgezeigt wurde, war die Abgabephase mit der zusätzlichen Erstellung aller Dokumentationen sehr umfangreich.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Die Kommunikation ist mit den Kommilitonen oft nur auf Spanisch möglich, da viele kein Englisch sprechen. Ich habe viel Zeit mit anderen Erasmusstudenten verbracht, wo die Kommunikation fast ausschließlich auf Englisch stattfand. Da wir gemeinsam nach Spanien gegangen sind, war es in vielen Situationen leichter bzw. angenehmer Kontakte zu knüpfen.
Wenn man aber interessiert ist mit Einheimischen außerhalb der Uni in Kontakt zu treten, dann findet man ein paar interessierte, die gerne ihre Englischkenntnisse aufbessern und was unternehmen möchten.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

Meine Freizeit habe ich oft mit Freunden und Besuch draußen verbracht.
Man hat in Valencia unglaublich viel zu entdecken und vieles kann mit einem Spaziergang oder einer Radtour durch den Jardín de Turia, der einmal durch die Stadt führt, erreicht werden.
In der Ciudad de les Arts i les Ciències, dem Palau de la Música und den zahlreichen Museen gibt es wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen, die immer einen Besuch wert sind.
In den vielen niedlichen Cafés kann man sich jederzeit gemütlich bei einem Cafe con Leche eine kleine Auszeit nehmen. Manchmal zog es uns sogar zum Arbeiten am Laptop in die Cafés in dem In-Viertel Ruzafa. Ein kreativer Ausflug in das Viertel der vielen kleinen Startups und Popups.
Morgens beginnend mit einem Frühstück auf dem Handtuch, bis Abends in einem der zahlreichen am Strand liegenden Restaurants, lässt es sich wunderbar einen ganzen Tag am Strand aushalten.
Hier lohnt es sich den kleinen Fußmarsch zum Playa de la Patacona auf sich zu nehmen und die etwas touristischeren Strandabschnitte Playa de la Malvarrosa und les Arenes hinter sich zu lassen.
Im Stadtzentrum und in der Altstadt finden sich einige Sehenswürdigkeiten, Rooftops und niedliche Gassen und Geschäfte in denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Ich bin sehr froh den Schritt ins Ausland gemacht zu haben !
Sobald man angekommen ist, kann man gar nicht mehr nachvollziehen wieso einem alles anfangs so kompliziert vorgekommen ist. All das was ich in der Zeit meines Auslandssemesters erleben durfte , ob positive oder negative Erfahrungen, waren jegliche Bemühungen wert.
Insbesondere auch die gemeinsame Zeit mit anderen internationalen Studenten, wie beispielsweise ein gemeinsames internationales Osteressen, sind unglaublich schöne und bereichernde Erlebnisse.
Wir werden auch definitiv die Kontakte weiterhin pflegen.

Wie klappte es mit der Anerkennung der Leistungen für das Studium an der HsH?

Ich gehe davon aus, dass mir alles für den Bachelor notwendige angerechnet wird, warte jedoch gerade noch die finale Auswertung ab.

Welche weiteren wichtigen Hinweise hast Du für zukünftige Studierende?

Traut euch ins Ausland zu gehen, im Nachhinein ist alles gar nicht so kompliziert wie es anfangs aussieht !
Außerdem ist die Zeit eines Auslandssemesters nicht zu lange, aber lange genug, um viele unbezahlbare und bereichernde Erfahrungen zu machen und Land, Leute und Kulturen kennenzulernen.
Ich würde diese Erfahrung auf keinen Fall missen wollen!
Man sollte aber wissen, dass es in Valencia im Frühjahr durchaus sehr kalt und regnerisch werden kann, um sich kleidungstechnisch etwas besser zu wappnen als wir es waren.

Wie wirkt sich dein Aufenthalt auf den weiteren Werdegang und die Pläne für weitere Auslandsaufenthalte aus?

Fachlich hat mich der Aufenthalt nicht maßgeblich weitergebracht. Das Niveau entspricht nicht unbedingt dem, was wir aus Hannover kennen, hilft aber zu Anfang den spanischen Lehrveranstaltungen folgen zu können.
In meinen Augen war es hierbei sehr positiv, das Abenteuer Auslandssemester gemeinsam angetreten zu sein, da wir uns so über Aufgaben austauschen und uns eigenständig in mancher der Fachgebiete weiterbilden konnten.
Insgesamt haben somit die zahlreichen Eindrücke aus dem Semester an der EASD, dem Leben in Valencia und den vielen kleinen Reisen meinen Horizont sowohl auf fachlicher, als auch auf menschlicher Ebene bereichert und erweitert.

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Spanien

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