Wanderlust

Erfahrungsbericht: Auslandssemester Schweden

Winter Wonderland
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Sleddogs
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Sunset Alster
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Iceskating
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Sunset Alster
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Reindeer in Lapland
Reindeer in Lapland
Lake Vänern
Lake Vänern
Stockholm
Stockholm
Göteborg
Göteborg

Allgemeine Daten

21.01.2019 - 09.09.2019
Schweden
Karlstad
Duettgatan 9

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Karlstad University

Studiengang

Veranstaltungsmanagement

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Die Studienplatzsuche hat sich als relativ einfach erwiesen. Ich war im Vorfeld bei der GoAbroad Infoveranstaltung des International Office, und habe dann alle weiteren Informationen über die Wege ins Ausland Seite der HS Hannover gefunden.
Da das Erasmussemester nicht Teil des deutschen Curriculums war, und ich mir keine Kurse anrechnen lassen habe, konnte ich sehr frei wählen, was Uni und Fächer anging.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Die Zimmersuche verläuft absolut unproblematisch. Nachdem man an der Gasthochschule angenommen wurde, wird man automatisch per E-Mail von dem Studentenwerk in Karlstad (KBAB) kontaktiert. In der Mail erhält man alle notwendigen Informationen, wie man sich für einen Wohnheimsplatz bewirbt. Alle Erasmusstudenten haben einen garantierten Wohnheimsplatz auf dem Campus, wenn man sich rechtzeitig bewirbt (Fristen einhalten).
Man kann zwischen drei verschiedenen Zimmergrößen wählen: 16qm, 23qm und 26qm (zwei "Stockwerke"). Bei der Bewerbung gibt man sein Wunschzimmer an, welches man in der Regel auch erhält (wer zuerst kommt, malt zuerst). Ich habe das größte Zimmer angegeben und während dieses auch während meines Erasmussemesters bekommen.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Möchtest Du etwas zu den Versicherungen anmerken?

Da ich noch nicht über 25 bin, war ich während des Auslandsaufenthaltes ganz normal über meine Eltern familienkrankenversichert. Das reicht in der Regel aus. Ich war einige Male beim Arzt, was mit der europäischen Gesundheitskarte aber ohne Probleme funktioniert. In der Regel muss man pro Arztbesuch einen Beitrag in Höhe von 20,00 € zahlen (Rechnung wird entweder an die schwedische Adresse oder an die Heimatadresse geschickt).

Wie lief es mit den Finanzen?

Durch die Erasmusförderung (140 Tage) konnte ich einen guten Teil meiner Ausgaben decken. Da Schweden zu der obersten Kategorie gehört, habe ich hier einen Satz in Höhe von 14€/Tag bekommen. Zusätzlich habe ich Unterstützung von meinen Eltern erhalten und die Reisen von meinen Ersparnissen gezahlt.

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Unterkunft im Monat (ca.)

325

Verpflegung im Monat (ca.)

150-200 €

Freizeit im Monat (ca.)

200 €

Sonstiges

Reisen: 200-400 Euro / Monat

Während meines Aufenthalts

Die üblichen Formalitäten...

In Schweden wird (fast) alles mit Swish oder der Kreditkarte bezahlt. Aber auch die Maestrokarte wird in vielen Geschäften akzeptiert (Mit einer Kreditkarte ist man allerdings auf der sicheren Seite). Manche Clubs/Restaurants oder Cafés akzeptieren kein Bargeld!!
Swish ist nur mit einer schwedischen Personalnumber möglich
Bargeld hatte ich nur in wenigen Ausnahmefällen (z.B. bei Ausflügen, die man bar bezahlen musste oder wenn ich bei Auslandsreisen Geld wechseln musste)

Telefon: keins, Handyvertrag gilt dank Abschaffung der Roaming-Gebühr auch in Schweden
Internet: Im Zimmer ist ein LAN-Anschluss. WLAN gibt es nicht (dafür braucht man einen Router, der nicht gestellt wird).

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Die Uni war sehr modern. Organisatorisches wird fast ausschließlich über die unieigenen Portale gemacht (MyPage, Canvas). Besonders die Bibliothek ist ein super Ort zum Arbeiten, man darf dort sogar essen. Bei Fragen jeder Art kann man sich immer an das Welcome Center wenden und grundsätzlich sind alle immer sehr bemüht und hilfsbereit, was auch immer man braucht.
Uni und Campus (wo sich die Wohnheime befinden) sind 10 min voneinander entfernt.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Meine Lehrveranstaltungen waren Swedish as a foreign language I and II (zwei Kurse), Academic English und English for Oral Purposes.
In meinen Kursen gab es keine Anwesenheitspflicht, und da ich teilweise Überschneidungen in meinem Stundenplan hatte, konnte ich zu Hause die Sachen nacharbeiten, da alles online verfügbar war.
Prüfungen waren in Schwedisch ein Oral Exam, ein Listening Comprehension Test und ein schriftliches Exam.
In English hatte ich ebenfalls ein schriftliches Exam sowie eine mündliche Präsentation im ersten Kurs und eine weitere mündliche Präsentation im zweiten Kurs.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Der Kontakt zu Kommilitonen war super. Ich habe direkt am Anfang durch die organisierte Introduction Week viel Kontakt zu anderen Internationals gehabt und viele Leute kennengelernt. Das Leben auf dem Campus trägt ebenfalls dazu bei, dass man schnell viele Leute kennt. Ich habe verhältnismäßig wenig Deutsch gesprochen, da wir eine sehr internationale Clique waren, in der English gesprochen wurde.
Auf meinem Stockwerk habe ich mich auch mit einer Schwedin angefreundet, und da ich am Contact Family Program teilgenommen habe, konnte ich auch außerhalb der Uni Kontakt zu Einheimischen schließen, was eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung war.
Schwedisch habe ich tatsächlich nur im Unterricht angewendet (oder ab und zu mal in einigen Geschäften...)

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

Ich war Mitglied im Sportprogramm der Uni und habe das Kursangebot wahrgenommen.
Wir haben mit anderen Internationals viele Ausflüge gemacht, ich war während meiner sechs Monate in Oslo, Stockholm, Göteborg, Kopenhagen, Lappland, Russland, Helsinki, Talinn, auf den Lofoten, auf Gotland und in Norwegen wandern. Stockholm ist von Karlstad aus in 4 Stunden mit dem Flixbus zu erreichen, Oslo ebenfalls (3,5h). Nach Göteborg sind es 3,5 Stunden mit dem Zug.
Da ich nur zwei Kurse die Woche hatte, und der Arbeitsaufwand übersichtlich war, hatte ich viel Zeit zum reisen.
Während meiner Zeit in Karlstad haben wir Ausflüge in die nahegelegenen Orte gemacht, waren am Vänern-See, im Winter Eislaufen und Skifahren, in den Clubs in der Stadt feiern oder haben Ausflüge mit dem Fahrrad gemacht.

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Das Auslandssemester war eine tolle Erfahrung, die ich jedem empfehlen würde und sofort nochmal machen würde. Ich habe viele neue Leute kennengelernt, Freunde gefunden, viel über mich selbst gelernt und hatte die Möglichkeit, viele einzigartige Reisen während meiner Zeit in Karlstad zu machen.
Besondere Highlights waren eindeutig die Elche, Rentiere, die Schlittenhundefahrt in Lappland und die Nordlichter.

Wie klappte es mit der Anerkennung der Leistungen für das Studium an der HsH?

Da ich alle Credits bereits zusammen hatte, und nur noch die Bachelorarbeit schreiben muss, konnte ich freie Kurse wählen, die ich mir nicht im Rahmen meines Studiums anrechnen lassen werde.

Welche weiteren wichtigen Hinweise hast Du für zukünftige Studierende?

Man sollte den vermeintlichen "Organisationsaufwand" nicht scheuen, und sich bei Interesse definitiv für ein Erasmussemester bewerben. Ich habe am Anfang auch gezögert, weil mir der Bewerbungsprozess aufwändig erschien, aber im Nachhinein bin ich mehr als froh, dass ich mich dafür entschieden habe!

Wie wirkt sich dein Aufenthalt auf den weiteren Werdegang und die Pläne für weitere Auslandsaufenthalte aus?

Nach Abschluss meines Bachelorstudium kann ich mir durchaus vorstellen, einen Master im Ausland und vielleicht auch in Skandinavien zu machen.

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