Wanderlust

Erfahrungsbericht: Kurzaufenthalt Japan

Die Kursteilnehmer.
Die Kursteilnehmer.

Allgemeine Daten

31.07.2018 - 11.08.2018
Japan

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Hiroshima City University

Studiengang

Sommerschule »Hiroshima and Peace 2018«

Vor meiner Abreise

Wie war die Praktikums- / Studienplatzsuche?

Auf die Sommerschule bin ich über den Newsletter vom International Office aufmerksam geworden. Ich wollte die Sommerschule dabei nutzen, um mich dem Thema Auslandssemester etwas anzunähern, das mich lange Zeit etwas abgeschreckt hatte. Der Kursinhalt klang zudem super interessant, weil es um Thematiken ging, mit denen ich vorher keinerlei direkte Berührungspunkte hatte, weder in Studium, noch Schule, die aber dennoch von großer gesellschaftlicher Relevanz sind.

Die Bewerbung erfolgte dann direkt bei der HCU mit deren Formularen und einem Motivationsschreiben.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Unterkommen bin ich, wie viele andere Teilnehmer des Kurses auch, in einer Gastfamilie. Ich konnte bei der Bewerbung zur Sommerschule angeben, ob ich gerne Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft in Anspruch nehmen möchte. Erste Wahl war dabei der ›Home-Stay‹.
Den Home-Stay hat dann die HCU organisiert. Ca. 3-4 Wochen vor Beginn des Kurses bekam ich Bescheid, dass sie für mich eine Gastfamilie organisiert hätten.

Zum Aufenthalt in der Gastfamilie:
Es war soo toll. So viel Gastfreundschaft und Engagement habe ich vorher noch nie erlebt. Die Familie besteht aus 2 kleineren Kindern (2,5 und 6) und Mutter und Vater. Beide Elternteile haben sich so viel Mühe gegeben, mir den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, immer Frühstück und Abendessen vorbereitet, mit mir Ausflüge gemacht, und und und. Die Kinder waren völlig aus dem Häuschen über meine Anwesenheit und super lieb. Beide Elternteile sprachen sehr gutes Englisch, die Kommunikation war damit nahezu ungehindert möglich. Die beiden Kids sprachen leider noch kein Englisch, daher war hier oft Übersetzung von Mutter oder Vater oder nonverbale Kommunikation gefragt. Ging aber immer problemlos.
Die Erfahrungen, die ich in der kurzen Zeit wirklich inmitten der japanischen Kultur sammeln durfte, sind nahezu unbezahlbar.

Von den anderen Kursteilnehmern, die in Gastfamilien waren, habe ich eigentlich keine groß anderen Versionen gehört. Die Studis, die nicht in einer Gastfamilie untergebracht waren, wohnten im Studentenwohnheim und berichteten dort ebenfalls von großartigen Kontakten und viel Spaß.

Finanzen und Versicherungen

Welche Versicherungen hast Du vor der Reise abgeschlossen?

Kranken- und Haftpflichtversicherung
Reiseversicherung
Unfallversicherung

Möchtest Du etwas zu den Versicherungen anmerken?

Das Abschließen einer Reiserücktrittsversicherung und Krankenversicherung war von Seiten der HCU vorgeschrieben. Bei solch einer teuren Reise aber auch sinnvoll.

Wie lief es mit den Finanzen?

Das ist so ein Thema. Die Kursgebühr für die Sommerschule (umgerechnet ca. 85€) hat mir die HCU aufgrund des Partner-Status der HSH erlassen. Jedoch habe ich den Flug und Anreise selbst bezahlt (knapp 1000€, da Hauptreisezeit).

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Unterkunft im Monat (ca.)

Während des Kurses sehr gering. Die Gastfamilie hat die Unterbringung freiwillig geleistet und keine Bezahlung dafür verlangt. (Das war bei allen Gastfamilien so geregelt). Daher fielen nur Kosten außerhalb an.

Sonstiges

Während des gesamten Kurses ca. 200€ für alles

Während meines Aufenthalts

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Die HCU hatte den Kurs großartig organisiert. Es gab auch zu Beginn noch eine Kurzeinführung in japanische Sprache und Kultur. Die Teilnehmer des Kurses waren Studis oder grad-keine-Studis-mehr aus buchstäblich aller Welt.
Die Kurssprache ist Englisch.

In einem Satz zusammengefasst ging es im Kurs um die Aufarbeitung der nuklearen Geschichte mit besonderem Bezug auf Hiroshima und den Bombenabwurf.
Die Lektionen, die wir dann im Laufe des Kurses gehört haben, waren sehr vielfältig und beleuchteten Dinge der internationalen Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaft, die ich so vorher nie gesehen hatte, bzw. gezeigt bekommen hatte. Zu Wort kamen Professoren verschiedener Gebiete, seien es interkulturelle Studien, Wissenschaft, Friedenslehre, aber auch Mitglieder von NGOs, Zeitzeugen, usw. Außerdem haben wir auch einige Ausflüge gemacht, darunter zur Gedenkveranstaltung am Jahrestag des Abwurfes.
Das alles war eine große Horizonterweiterung. Da die Studis aus aller Welt und verschiedensten Fachrichtungen kamen, waren die Diskussionen auch immer sehr spannend zu verfolgen, da so viel unterschiedlicher Input dazu kam.
Zeitweise war es aber schon recht anstregend, da bei den 10 Tagen auch einiges an Programm zusammenkam.

Wie war der Kontakt zu Kommilitonen/Arbeitskollegen/Einheimischen?

Der Kontakt gestaltete sich nicht allzu schwer. Wir waren ca. 35 Kursteilnehmer, darunter waren auch einige japanische Studis der HCU. Jeder sprach dabei Englisch, sodass die Kommunikation untereinander problemlos ablief. Habe dort wirklich tolle Leute kennengelernt.

Was hast Du in deiner Freizeit gemacht?

Die Staff-Studis haben darüber hinaus an einigen Abenden oder am Wochenende auch noch Aktionen oder Ausflüge organisiert, an denen einige teilgenommen haben. So haben wir uns alle, Hiroshima und die Gegend noch besser kennengelernt. Alle waren dabei durchweg aufgeschlossen und hatten Lust, dort eine coole Zeit zu verbringen.
Am Wochenende hatte die Gastfamilie zusätzlich auch noch etwas mit mir unternommen, um die japanische Kultur noch ein bisschen besser kennenzulernen.

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

War geil. Kann man nicht anders sagen. Der Kurs war super spannend (obwohl ich fachlich nichts mit der Richtung zu tun hatte vorher, war aber auch keine Voraussetzung), die Gastfamilie total toll und die generelle Stimmung unter den Studis auch richtig gut.

Wie klappte es mit der Anerkennung der Leistungen für das Studium an der HsH?

Für den Kurs gibt es am Ende 3 Credits. Kann ich an der F3 problemlos als Wahlkurs anrechnen lassen.

Welche weiteren wichtigen Hinweise hast Du für zukünftige Studierende?

Wenn ihr Bock habt, einen Kurs zu machen, der ein wenig Geschichte und Gesellschaft beleuchtet, Bock auf japanische Kultur und Austausch habt, ist es sehr zu empfehlen. Allerdings bleiben, wie gesagt, die Kosten für den Flug.

Wie wirkt sich dein Aufenthalt auf den weiteren Werdegang und die Pläne für weitere Auslandsaufenthalte aus?

Noch einmal nach Japan zurückzukehren. Vielleicht auch für längere Zeit.

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