Erfahrungsbericht: Praktikum Portugal
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Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit
Instituto Politecnico de Lisboa
Mediendesign BME / Game Design
Ich habe mich für das Auslandssemester in Portugal entschieden, weil ich den Platz für das Stipendium nach Japan nicht bekommen hatte.
Ich war allerdings schon davor zweimal in Portugal, allerdings nur als Tourist. Dementsprechend wollte ich unbedingt mal eine neue Erfahrung machen und ein mir familiäres Land von einer anderen Seite kennenlernen. Ich konnte nie viel reisen und war aufgrund persönlicher Verpflichtungen auch bisher immer an mein Zuhause und an meine Familie gebunden. Portugal war daher ein guter einstieg für mich um endlich den Schritt zu wagen etwas neues auszuprobieren.
Leicht Mittel Schwer
von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft
Da die Partneruni sich seeeeeehr viel Zeit gelassen hatte mir eine Bestätigung zu schicken, konnte ich meine Unterkunft erst einen Monat vor Reiseantritt buchen. Dementsprechend waren auch schon recht viele Zimmer vergeben. Der Wohnungsmarkt ist sehr saturiert in Lissabon und auch sehr teuer. Selbst Einheimische leben fast ausschließlich in WGs wegen der hohen Mietpreise. Ich hatte meine Unterkunft dann letztendlich über Uniplaces gebucht, wo ich ein Zimmer für 650 Euro/Monat gebucht habe. Ich bin dann bei einer netten alten Dame untergekommen in einem schönen Zimmer mit Balkon. Generell gibt es auch günstigere Angebote, aber im Schnitt muss man schon mit 500-700 Euro monatlich rechnen.
Ich empfehle vor der Reise auf Facebook zu gucken. In Portugal wird Facebook noch sehr aktiv genutzt und viele Leute finden ihre Zimmer auch über Erasmus Gruppen oder ähnliche Foren.
Mir wurde am Anfang sehr dazu geraten Erasmus+ zu machen; größtenteils wegen der versprochenen Finanzierung. Ich muss jedoch sagen, dass das Erasmus-Geld gerade mal für Flug, Kaution und erste Miete reichte. Darüber wird man zwar aufgeklärt, aber ich denke es wäre gut eine neu Berechnung für Länder wir Portugal zu machen. Der Wohnungmarkt ist z.B in Lissabon SEHR überteuert und nimmt sich nicht viel zu Wohnraum in z.B den Niederlanden. Inflation hat halt ganz Europa beeinflusst und somit sind auch ehemalig "günstigere" Ländern kaum ohne extras und Ersparnisse finazierbar. Ich habe aber zum Glück Anspruch auf Auslandsbaföq gehabt und konnte somit über die Runden kommen. Ich hatte 650 Euro Miete jeden Monat und dazu natürlich auch Transportkosten (Bus, Bahn, Uber etc. Ab dem Alter von 24. Ist public transportation nämlich nicht mehr kostenlos und kostet 40€ pro Monat). Die Förderung, war somit nicht suuper hilfreich. (Natürlich immernoch sehr gut! Aber ich möchte vorallem für Leute aus nicht reichem Haushalt einfach realistisch bleiben, Finazielle frustration kann halt aufkommen und ich empfehle es sich so schnell wie möglich um weitere Förderungsmittel zu kümmern, solltet ihr den Anspruch darauf haben.)
Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG
Es ist eine Art Community College, ziemlich in die Jahre gekommen und wird generell nicht wirklich von den Einheimischen als Uni gesehen.
That being said, ich fand den Aufenthalt an der Uni eher organisatorisch schlimm. Die Einrichtung scheint nicht sonderlich darauf eingestellt zu sein wirklich internationale Studenten willkommen zu heißen. Es gab oft organisatorische Probleme. Die Kurse die als English beschrieben wurden waren trozdem alle in Portugiesisch, aber die meisten Lehrkräfte haben sich bemüt das Progamm im nachinein auf Englisch zu vermitteln (aber es ist troztdem sehr fehlleitend und überfordernd). Das Gebäude ist in Benifica ein eigentlich beliebtes, aber relativ schlecht angebundenes Gebiet.
Die Lehrveranstaltungen waren sehr durchschnittlich, aber im Vergleich zu unserer Hochschule bzw. meinem Studiengang wurden weniger Inhalte und Theorie aktiv vermittelt, jedoch waren die Lehrinhalte relativ juvenil und oft nicht sehr anspruchsvoll. Es fühlte sich oft sehr an wie Schule. Sowohl der Umgang mit den Lehrkräften als auch mit den Schüler*innen haben mich sehr an meine Mittelschulzeit erinnert. Die Studenten schienen in großen Teilen kein wahres Interesse für Kunst zu haben, es schien eher als ein Hobby oder naives Interesse. Dementsprechend waren die Inhalte auch eher zu vergleichen mit Schul-Kunstunterricht.
Ich hatte dennoch meinen Spaß in den kreativen Aufgaben, da ich hauptsächlich Projektfächer gewählt habe, gab es immer sehr viel zu tun. Freizeit kam dabei etwas kurz, da ich danach doch immer sehr erschöpft war.
Für die Freizeit empfehle ich die kostenlosen Kulturangebote rund um Lissabon. Museen und Attraktionen sind häufig sonntags bis 13/14 Uhr kostenlos. Es gibt aber ansonsten auch viele schöne Strände oder Konzerte, die man besuchen kann. Ich empfele auch einen Kurztrip nach Porto, einer nahegelegenen Stadt, die wirklich schön ist.
Es war auf jeden Fall eine Experience...Ich habe viel gelernt, vor allem über die Menschen vor Ort und deren Umgang mit ihrer komplexen Geschichte.
Ich hatte Höhen und Tiefen, aber generell rate ich immer dazu es selbst zu erleben.
Ich persönlich habe mir nichts anrechnen lassen, da es sich für mich mit dem Fortschritt meines Studiums nicht lohnen würde.
Ich habe mich selbst auf jeden Fall besser kennengelernt und meine Grenzen. Ich habe sehr viele soziale Studien betrieben in meiner Zeit und versucht mit den Studierenden vor Ort zu reden (oft vergebens). Aber ich denke ich habe definitv neue skills bekommen in meinem Umgang mit Menschen und mit meiner eigenen Zeit.

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