Erfahrungsbericht: Praktikum Österreich
#Europa #Österreich #Wien
#Europa #Österreich #Wien
12.01.2026 - 12.03.2026
Österreich
Wien
Schlüsselgasse 3/3
Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit
Queerbase Vienna
Integrated Media & Communication
Ich habe mich für das Praktikum bei Queerbase Vienna entschieden, weil ich Medienarbeit mit sozialem Engagement verbinden wollte. Queerbase ist eine Beratungsstelle für queere Geflüchtete und arbeitet neben der direkten Unterstützung auch viel mit Öffentlichkeitsarbeit und Community-Projekten.
Da ich Integrated Media & Communication studiere, liegt mein Fokus eigentlich auf Kommunikation, Social Media und Medienproduktion. Genau deshalb fand ich es spannend, das in einem sozialen Kontext praktisch anzuwenden und zu sehen, wie Kommunikation dort wirklich eingesetzt wird.
Wien war für mich zusätzlich interessant, weil ich durch Erasmus die Möglichkeit hatte, in einer größeren, vielfältigen Stadt zu leben und zu arbeiten.
Insgesamt ging es mir darum, ein Praktikum zu machen, das Medien und soziale Themen verbindet und mir echte Praxiseinblicke gibt.
Leicht Mittel Schwer
von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft
Ich habe meine Unterkunft hauptsächlich über WG-Gesucht gefunden und dort mehrere WGs direkt angeschrieben.
Als Tipp: Die Nachrichten sollten kurz, persönlich und auf die jeweilige WG angepasst sein. Ich habe außerdem oft mein Instagram-Profil mitgeschickt, um einen besseren Eindruck von mir zu geben. Wichtig ist auch, kurz zu erklären, warum man in der Stadt ist und wie lange man bleibt.
Die Finanzierung meines Aufenthalts lief hauptsächlich über die Erasmus-Förderung, die einen großen Teil der Kosten gedeckt hat. Da das Praktikum unbezahlt war, wurde ich zusätzlich von meinen Eltern unterstützt. Dadurch war der Auslandsaufenthalt insgesamt gut möglich.
Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG
Queer Base Vienna ist eine Beratungsstelle für queere Geflüchtete in Wien. Die Organisation unterstützt Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verfolgt werden und im Asylverfahren stehen. Das Angebot umfasst vor allem rechtliche Beratung im Asylprozess, Sozialberatung sowie psychosoziale Unterstützung. Zusätzlich werden Klient*innen bei Themen wie Unterkunft, medizinischer Versorgung und psychologischer Betreuung begleitet, häufig auch durch Weitervermittlung an passende Stellen.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist außerdem die Community-Arbeit. Dazu gehört unter anderem das regelmäßig stattfindende Queer Base Café, das als geschützter Raum für Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung dient. Neben der direkten Arbeit mit den Klient*innen spielt auch Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle, insbesondere über den Instagram-Account @queerbasevienna. Dort werden Informationen geteilt, politische Themen aufgegriffen und Einblicke in die Arbeit der Organisation gegeben, um sowohl Betroffene als auch eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen.
Im Praktikum lag mein Schwerpunkt vor allem im Bereich Social Media und Öffentlichkeitsarbeit. Ich habe den Instagram-Account @queerbasevienna mitbetreut und war für die Planung, Erstellung und Gestaltung von Beiträgen verantwortlich. Dabei ging es sowohl um die textliche als auch um die visuelle Aufbereitung von Inhalten. Die Beiträge wurden häufig im Team abgestimmt und nach Feedback überarbeitet, bevor sie veröffentlicht wurden. Besonders wichtig war dabei eine sensible und zielgruppengerechte Kommunikation.
Zu meinen Aufgaben gehörten regelmäßige Posts zu unterschiedlichen Themen, wie Asylentscheidungen, politische Entwicklungen in Herkunftsländern oder Einblicke in die Arbeit der Organisation. Zusätzlich habe ich auch Inhalte für größere Kommunikationsformate wie den Jahresrückblick oder Stellungnahmen im Asylkontext mit aufbereitet. Dabei habe ich interne Daten und komplexe Informationen so übersetzt, dass sie verständlich und visuell ansprechend für Social Media dargestellt werden konnten.
Aus meinem Studium Integrated Media & Communication konnte ich besonders Kenntnisse in Social Media, Marketingkommunikation und visueller Gestaltung einbringen. Vor allem der Umgang mit unterschiedlichen Zielgruppen war hier zentral, da sowohl Betroffene als auch eine externe Öffentlichkeit angesprochen werden. Durch das Praktikum habe ich außerdem gelernt, wie wichtig es ist, Inhalte nicht nur informativ, sondern auch sensibel und verantwortungsvoll zu formulieren.
In Wien gibt es echt viele Möglichkeiten, was in der Freizeit zu machen und schnell neue Leute kennenzulernen. Ich fand besonders Instagram richtig hilfreich, zum Beispiel @freytagevents, die jede Woche neue Events posten, da ist von Club bis Kultur echt alles dabei. Auch @goodnight.at_wien ist gut, wenn man eher nach Konzerten, Ausstellungen oder allgemein Sachen zum Ausgehen sucht.
Zum Connecten habe ich auch Bumble BFF genutzt, das hilft wirklich, wenn man neu in der Stadt ist und Leute kennenlernen will. Generell lohnt es sich aber auch, einfach selbst ein bisschen auf Instagram oder TikTok zu schauen und Sachen zu speichern, die man interessant findet. Viele Orte oder Events werden dort direkt gepostet, und so findet man schnell Sachen, die wirklich zu einem passen.
Insgesamt kann man sagen, dass Wien eine wirklich schöne Stadt ist, auch im Winter. Obwohl ich in einer eher kalten Jahreszeit dort war, war die Stadt trotzdem sehr lebendig und angenehm zu erleben. Besonders im Alltag habe ich viel mit meiner Wohngemeinschaft unternommen, mit der ich mich sehr gut verstanden habe. Das hat meinen Aufenthalt deutlich bereichert und mir auch geholfen, mich schnell in der Stadt einzuleben.
Im Praktikum selbst konnte ich den sozialen Bereich noch einmal viel besser kennenlernen und habe ein besseres Verständnis dafür bekommen, wie soziale Arbeit und Medienarbeit miteinander zusammenhängen, aber auch wie unterschiedlich diese Bereiche teilweise funktionieren. Besonders spannend war für mich zu sehen, wie Kommunikation in einer sozialen Organisation eingesetzt wird und welche Verantwortung damit verbunden ist. Ein besonderes Erlebnis war für mich vor allem der direkte Kontakt zu Menschen und das Gefühl, durch die Arbeit tatsächlich Unterstützung leisten zu können.
Die Anerkennung der Studienleistungen hat insgesamt sehr gut funktioniert. Ich war dafür in engem Kontakt mit meinem Studiengangsleiter, der den Prozess grundsätzlich für uns koordiniert hat.
Kommiliton*innen würde ich auf jeden Fall empfehlen, ein Auslandspraktikum zu machen, weil man dabei viele praktische Erfahrungen sammeln und neue Perspektiven kennenlernen kann. Besonders wichtig ist es, sich frühzeitig um Organisation, Finanzierung und Bewerbung zu kümmern, da das Ganze etwas Zeit braucht. Außerdem lohnt es sich, offen für neue Bereiche zu sein, auch wenn sie nicht exakt dem eigenen Studienschwerpunkt entsprechen. Gerade die Kombination aus sozialer Arbeit und Medien kann sehr viel bringen und hilft dabei, eigene Interessen besser einzuordnen.
Der Aufenthalt in Wien hat mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht. Ich habe den sozialen Bereich viel besser kennengelernt und verstanden, wie eng er mit Kommunikation und Medienarbeit verbunden ist, aber auch, wo die Unterschiede liegen. Besonders im Praktikum bei Queerbase Vienna habe ich gemerkt, wie wichtig eine sensible und zielgruppengerechte Kommunikation ist und welche Wirkung Social Media in einer sozialen Organisation haben kann. Gleichzeitig hat mir der Aufenthalt geholfen, klarer zu sehen, in welche Richtung ich mich im Studium und später beruflich entwickeln möchte.

#Europa #Österreich #Wien
#Europa #Österreich #Wien
#Europa #Österreich #Wien
#Europa #Österreich #Wien