Erfahrungsbericht: Auslandssemester Spanien
#Europa #Spanien #Madrid
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01.02.2026 - 30.06.2026
Spanien
Madrid
C. de Arapiles, 13, Chamberí
Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit
Alfonso X El Sabio University
Wirtschaftsinformatik
Bei der Wahl meines Auslandssemesters war mir vor allem wichtig, in ein warmes Land zu gehen - Spanien hat sich dafür angeboten, und mit Madrid kam noch mein Wunsch nach einer großen Stadt hinzu. Zusätzlich war es mir wichtig, dass die Universität zentral liegt. Für meinen Studiengang bin ich daher an die UAX gegangen, Campus Chamberí, der nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt.
Verstärkt wurde meine Entscheidung durch positive Erfahrungsberichte und Empfehlungen von Kommilitonen, die bereits ein Semester in Madrid verbracht hatten. Außerdem hatte ich schon lange ein kulturelles Interesse an Spanien und wollte die Zeit im Ausland nutzen, um meine Spanischkenntnisse im Alltag zu verbessern
Leicht Mittel Schwer
von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft
Die Wohnungssuche war für mich kein großes Problem. Ich habe das Auslandssemester gemeinsam mit einem Kommilitonen gemacht, weshalb wir am Anfang nach einer eigenen Wohnung für uns beide gesucht haben. Das hat leider nicht geklappt, da die Preise meist zu hoch waren oder wir gar keine Antwort erhalten haben. Letztendlich haben wir über das Unternehmen MicasaInn eine WG gefunden. Der Preis lag bei 600 € pro Monat für ein kleines Zimmer. Das Unternehmen würde ich allerdings nicht wirklich weiterempfehlen, da wir teilweise Probleme mit ihnen hatten.
Auf jeden Fall sehr früh mit der Wohnungssuche anfangen. Wenn man frühzeitig genug sucht, lassen sich noch gute und günstige Zimmer finden. Außerdem lohnt es sich, die Universität anzuschreiben, da man bei einigen Unternehmen dadurch Rabatte bekommt. Es gibt zudem WhatsApp-Gruppen, in denen Leute ihre alten Wohnungen weitergeben - davon habe ich allerdings nur gehört und bin selbst keiner beigetreten.
Ich habe die volle Erasmus-Finanzierung erhalten, also den normalen Beitrag plus den Top-up. Das hat allerdings nicht gereicht, hauptsächlich weil die Miete für das Zimmer so hoch war. Die Lebenshaltungskosten vor Ort waren dagegen günstiger als in Deutschland. Zusätzlich habe ich Erspartes genutzt und Unterstützung von meinen Eltern erhalten.
Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG
Mein Auslandssemester habe ich an der Universidad Alfonso X el Sabio (UAX) verbracht, einer privaten Universität mit Hauptcampus in Villanueva de la Cañada bei Madrid. Meine Vorlesungen fanden allerdings am Campus Chamberí statt, der mitten im Zentrum von Madrid liegt - das war für mich ein großer Pluspunkt, da ich so mit der Metro schnell überall hinkam. Der Campus selbst ist noch relativ neu und sehr modern eingerichtet, mit viel Glas und offenen Lernbereichen. Mir ist außerdem aufgefallen, wie stark die UAX auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen setzt: Im Gebäude sitzen teilweise echte Firmen, und es werden immer wieder gemeinsame Projekte mit Studierenden umgesetzt. Im Vergleich zur Hochschule Hannover habe ich die UAX als deutlich praxis- und wirtschaftsnäher empfunden, mit einem klaren Fokus auf Berufsorientierung statt auf reine Theorie.
Im Rahmen meines Auslandssemesters habe ich die Module Data Mining 1, New Business Models, Analysis of Economic Sectors und AI belegt. Alle Kurse wurden auf Englisch unterrichtet und fanden hauptsächlich als Vorlesungen statt, ergänzt durch Gruppen- und Einzelarbeiten. In jedem Modul gab es am Ende eine Klausur, die jedoch nicht allein über die Endnote entschied - stattdessen flossen auch die Mitarbeit und Arbeiten während des Semesters in die Bewertung mit ein. Die Gruppenarbeiten waren dabei besonders interessant, da man mit Studierenden aus verschiedenen Ländern zusammengearbeitet hat. Insgesamt war das Niveau gut zu bewältigen, auch wenn man sich an die englischsprachige Lehre erst gewöhnen musste.
Madrid bietet sehr viele Freizeitmöglichkeiten. An warmen Sommertagen lohnen sich die städtischen Freibäder, die für einen ganzen Tag nur 3,80 € und für einen halben Tag 1,80 € kosten - meine Favoriten waren San Fermín und Casa de Campo. Auch die Parks sind toll zum Entspannen und um mit Freunden Zeit zu verbringen, besonders im Frühjahr ist der Park Casa de Campo sehr schön, ebenso der Parque del Oeste. Sportlich gibt es einiges zu tun, zum Beispiel Fußball oder Padel. Für Bar- und Clubgänger ist ebenfalls viel geboten: Die Bars sind günstig und meist gut besucht, die Clubs habe ich selbst zwar nicht so häufig besucht, aber auch die waren immer richtig gut. Ein weiterer Tipp: Mit der Metro-Card kann man auch kostenlos in nahegelegene Städte wie Toledo fahren, was sich super für kleine Ausflüge anbietet.
Ich würde das Auslandssemester definitiv weiterempfehlen. Man lernt sehr viele neue Menschen kennen und gewinnt vor allem an Selbstständigkeit, da man in ein Land "reingeworfen" wird, dessen Sprache man nicht spricht. Ein Nachteil in Spanien ist, dass nicht so viele Menschen gut Englisch sprechen - das kann aber auch ein Vorteil sein, da man dadurch gezwungen ist, etwas Spanisch zu lernen.
Besonders im Kopf geblieben sind mir zwei Trips mit Freunden: einmal nach Marokko, der mit Abstand einer der coolsten Kurztrips war, die ich je gemacht habe, und einmal nach Valencia, der ebenfalls sehr cool war. Ansonsten fand ich es fast jeden Tag schön, mit meinen Freunden hier unterwegs zu sein - egal ob beim Unternehmen einer Aktivität oder einfach nur beim Zusammensitzen im Park.
Rückblickend würde ich nicht viel anders machen, höchstens noch mehr Trips unternehmen.
Wurde noch nicht da ich noch in Madrid bin :)
Der Aufenthalt hat mich vor allem persönlich weitergebracht. Ich bin selbstständiger und eigenständiger geworden, da ich mich in einem fremden Land komplett selbst organisieren musste - von der Wohnungssuche bis zum Alltag. Dadurch habe ich auch mehr Selbstvertrauen im Umgang mit neuen, unbekannten Situationen gewonnen. Zusätzlich konnte ich meine Spanischkenntnisse deutlich verbessern und bin durch den Kontakt mit Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen interkulturell offener geworden. Insgesamt überlege ich durch diese positiven Erfahrungen, ob ich nach meinem Studium nochmal einen weiteren Auslandsaufenthalt machen möchte.

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