Erfahrungsbericht: Auslandssemester Portugal
#Europa #Portugal #Lissabon
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01.04.2026 - 31.05.2026
Portugal
Almancil
Estr. Vale Formoso 149
Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit
Core Architects
Integrated Media and Communication
Schon lange war es mein Traum, dass ich während meines Studiums für eine längere Zeit ins Ausland gehen möchte.
Ich wollte nicht nur ein anderes Land kennenlernen, sondern auch erleben, wie es ist, dort zu leben und zu arbeiten.
Als sich die Möglichkeit ergab, meine Praxisphase im Rahmen eines Erasmus-Praktikums im Ausland zu absolvieren, war für mich klar, dass ich diese Chance nutzen möchte.
Natürlich wollte ich für die Erfahrung in einem internationalen und englischsprachigen Arbeitsumfeld tätig zu sein. Ich wollte meinen Horizont erweitern, neue Menschen und Kulturen kennenlernen und meine Sprachkenntnisse im Alltag anwenden und verbessern. Gleichzeitig war mir bewusst, dass ein solcher Schritt auch Herausforderungen mit sich bringt.
Neben den fachlichen Erfahrungen spielte auch meine persönliche Entwicklung eine große Rolle. Zum ersten Mal für mehrere Monate allein in einem anderen Land zu leben bedeutete, mehr Verantwortung zu übernehmen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und mich auf neue Situationen einzulassen. Ich wollte meine Komfortzone verlassen, neue Perspektiven gewinnen und an diesen Erfahrungen wachsen.
Rückblickend war die Entscheidung genau richtig. Mein Auslandsaufenthalt hat mir nicht nur wertvolle berufliche Einblicke ermöglicht, sondern mich auch persönlich gestärkt und meinen Blick auf Studium, Arbeit und das Leben erweitert.
Leicht Mittel Schwer
von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft
Mit der Suche nach einer Unterkunft habe ich bereits mehrere Monate vor meiner Abreise begonnen. Ich nutzte verschiedene Plattformen wie Idealista und Airbnb, allerdings gestaltete sich die Wohnungssuche schwieriger als erwartet. Auf viele Anfragen erhielt ich keine Rückmeldung und zahlreiche Vermieter vermieteten ihre Wohnungen erst ab einer Mindestmietdauer von sechs Monaten. Die Unterkünfte auf Airbnb waren aufgrund der Lage zudem so teuer, dass sie für mich keine realistische Option darstellten.
Glücklicherweise ergab sich durch meinen Praktikumsbetrieb eine passende Lösung. Meine Chefin vermittelte mir den Kontakt zu einer Vermieterin, die ihre Wohnung über ein Portal speziell für Frauen anbot. So kam der Kontakt schnell und unkompliziert zustande, und ich konnte die Wohnung anmieten.
Die Unterkunft befand sich nicht nur direkt neben meinem Arbeitsplatz, sondern auch neben der Bahnstation, sodass ich den Arbeitsweg bequem zu Fuß zurücklegen konnte. Das hat meinen Alltag deutlich erleichtert und mir gleichzeitig ein sicheres und angenehmes Wohnumfeld geboten. Rückblickend bin ich sehr dankbar für diese Unterstützung, denn ohne die persönliche Vermittlung wäre die Wohnungssuche deutlich schwieriger gewesen.
Mein wichtigster Tipp ist, sich frühzeitig um eine Unterkunft zu kümmern, das erspart viel Stress. Trotzdem sollte man nicht vorschnell das erstbeste Angebot annehmen. Es lohnt sich, verschiedene Möglichkeiten zu vergleichen und sich ausreichend Zeit für die Entscheidung zu nehmen.
Wenn möglich, sollte vor der Zusage ein Videoanruf mit der Vermieterin oder dem Vermieter stattfinden. So kann man die Unterkunft besichtigen, Fragen klären und einen ersten persönlichen Eindruck gewinnen. Falls sich die Gelegenheit bietet, ist eine Besichtigung vor Ort natürlich noch besser.
Außerdem kann ich nur empfehlen, Kontakte vor Ort zu nutzen. Einheimische oder Personen aus dem Praktikumsbetrieb kennen den Wohnungsmarkt meist deutlich besser und können bei der Suche wertvolle Unterstützung leisten oder sogar passende Unterkünfte vermitteln. Genau das hat mir letztendlich geholfen, eine sichere und gut gelegene Wohnung zu finden.
Für meinen Auslandsaufenthalt erhielt ich ein Erasmus+-Vollstipendium. Diese finanzielle Unterstützung war eine große Hilfe, da sie die Kosten für meinen Flug sowie einen Teil der Miete abdeckte. Da mein Praktikum unentgeltlich war, musste ich alle weiteren Ausgaben (Unterkunft, Lebenshaltungskosten und Freizeitaktivitäten) selbst finanzieren.
Besonders an der Algarve sollte man die Lebenshaltungskosten nicht unterschätzen. Vor allem die Region des sogenannten „Goldenen Dreiecks“ gehört zu den teuersten Gegenden Portugals, weshalb die Mietpreise und allgemeinen Lebenshaltungskosten vergleichsweise hoch sind.
Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG
Mein Praktikum absolvierte ich in einem international tätigen Architekturbüro an der Algarve. Das Büro ist auf die Planung und Realisierung hochwertiger Wohn- und Freizeitprojekte spezialisiert und begleitet Bauvorhaben von der ersten Entwurfsidee bis zur Fertigstellung. Als kleines Unternehmen zeichnet es sich durch kurze Kommunikationswege und eine enge Zusammenarbeit im Team aus.
Von Beginn an wurde ich herzlich aufgenommen und als vollwertiges Teammitglied integriert. Die Kolleginnen und Kollegen waren jederzeit hilfsbereit, offen für Fragen und haben mich in meiner fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützt. Durch die angenehme Arbeitsatmosphäre und den engen Austausch konnte ich schnell Verantwortung übernehmen und wertvolle Einblicke in die Arbeitsweise eines modernen Architekturbüros gewinnen.
Während meines Praktikums war ich überwiegend im Bereich Marketing und Unternehmenskommunikation tätig. Zu meinen Aufgaben gehörte die Gestaltung verschiedener Print- und Digitalmedien. Außerdem unterstützte ich das Unternehmen bei der Weiterentwicklung des Corporate Designs und der visuellen Außendarstellung.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Tätigkeit war die Begleitung von Architekturfotografien. Ich wirkte bei der Vorbereitung und Durchführung von Fotoshootings mit und bearbeitete die entstandenen Bilder anschließend professionell für unterschiedliche Einsatzbereiche wie Website, Social Media und Printmedien.
Darüber hinaus stand ich im Austausch mit externen Dienstleistern, unterstützte die Planung und Umsetzung verschiedener Marketingprojekte und erhielt Einblicke in die strategische Kommunikation eines internationalen Architekturbüros. Besonders geschätzt habe ich die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und diese eigenverantwortlich umzusetzen. Dadurch konnte ich sowohl meine kreativen als auch meine organisatorischen Fähigkeiten weiterentwickeln.
Die Algarve bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten, sodass es kaum möglich ist, während eines einzigen Aufenthalts alles zu entdecken. Besonders in den Sommermonaten ist die Region vom Tourismus geprägt und bietet zahlreiche Aktivitäten, sowohl an der Küste als auch im Landesinneren.
Einen großen Teil meiner Freizeit verbrachte ich an den wunderschönen Stränden der Algarve. Dort hatte ich die Möglichkeit, Schnorcheln zu gehen, Bootsfahrten entlang der beeindruckenden Felsküste zu unternehmen und mit etwas Glück sogar Delfine zu beobachten.
Besonders beeindruckt haben mich die spektakulären Klippenlandschaften und Höhlen, darunter die berühmte Benagil-Höhle. Auch Wanderungen entlang der Küste, beispielsweise auf dem bekannten Wanderweg der „Sieben hängenden Täler“, gehörten zu meinen schönsten Erlebnissen. Die Ausblicke auf den Atlantik und die markanten Felsformationen sind einzigartig.
Neben den Aktivitäten am Meer nutzte ich meine freie Zeit, um die Algarve und ihre Kultur kennenzulernen. Ich besuchte zahlreiche Städte entlang der gesamten Küste wie Faro, Lagos, Tavira, Loulé und Silves, schlenderte über traditionelle Märkte, besichtigte historische Bauwerke und Museen und lernte die portugiesische Gastronomie kennen. Auch Ausflüge ins Landesinnere gehörten dazu. Es gibt Weinproben, kleine einheimische Dörfer, die nicht vom Tourismus überrannt sind und hügelige Landschaften.
Durch das angenehme Klima können viele Freizeitaktivitäten das ganze Jahr stattfinden. Ganz typisch einheimisch :)
Ob Sonnenuntergänge am Strand, Restaurantbesuche mit Kolleginnen und Kollegen, Spaziergänge entlang der Promenaden oder Wochenendausflüge, jede freie Zeit bot die Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und unvergessliche Erinnerungen zu sammeln.
Die Erfahrungen, die ich während des Praktikums sammeln durfte, haben mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht.
Ich bin selbstständiger geworden, habe gelernt, mich in einem internationalen Umfeld, fern von zu Hause, zurechtzufinden und konnte viele wertvolle Kontakte knüpfen.
Besonders gefreut hat mich, dass mir nach Abschluss meines Praktikums eine künftige Zusammenarbeit mit dem Unternehmen angeboten wurde. Dadurch habe ich die Möglichkeit, das Team weiterhin im Bereich Marketing zu unterstützen und bereits begonnene Projekte fortzuführen. Für mich ist das eine große Wertschätzung meiner Arbeit und zeigt, wie erfolgreich das Praktikum für beide Seiten war.
Rückblickend war die Entscheidung, ein Erasmus-Praktikum zu absolvieren, eine der besten Entscheidungen meines Studiums. Ich habe nicht nur wertvolle Berufserfahrung gesammelt, sondern auch viele persönliche Herausforderungen gemeistert und unvergessliche Erinnerungen geschaffen. Dass ich schon bald an die schöne Algarve zurückkehren werde, macht diese Erfahrung für mich zu etwas ganz Besonderem, denn nach meiner Rückkehr ist für mich bereits vor der nächsten Anreise :))
Die Anerkennung meiner Studienleistungen verlief problemlos. Die während des Praktikums geleisteten Arbeitsstunden sowie die dafür vorgesehenen ECTS-Credits wurden vollständig anerkannt, sodass mir durch den Auslandsaufenthalt keine Nachteile im Studienverlauf entstanden.
Parallel zum Praktikum liefen an meiner Hochschule weitere Projekte, die ich, wie alle anderen Studierenden, die ihr Praktikum in Deutschland absolvieren, fristgerecht zu den vorgegebenen Abgabeterminen einreichen musste. Die Anforderungen, die Bewertung und die Anrechnung unterschieden sich dabei nicht von einem regulären Semester an meiner Heimathochschule.
Dadurch konnte ich wertvolle praktische Erfahrungen im Ausland sammeln und gleichzeitig mein Studium ohne Verzögerungen fortsetzen. Die vollständige Anerkennung meiner Leistungen hat mir gezeigt, dass sich ein Erasmus-Praktikum hervorragend mit dem regulären Studienverlauf vereinbaren lässt.
Geht auf jeden Fall ins Ausland, wenn sich die Möglichkeit ergibt!! :))
Mein Auslandsaufenthalt hat meinen Wunsch, international zu arbeiten und neue Kulturen kennenzulernen, noch weiter bestärkt.
Für mich ist eine Landesgrenze kein Ende des Horizonts, sondern vielmehr eine Möglichkeit, den eigenen zu erweitern und über den Tellerrand hinauszublicken.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, in Zukunft erneut für längere Zeit im Ausland zu leben und zu arbeiten. Die positiven Erfahrungen, die ich während meines Erasmus-Praktikums sammeln durfte, haben mir gezeigt, wie bereichernd es ist, sich auf neue Umgebungen, Menschen und Arbeitsweisen einzulassen.
Besonders freue ich mich darüber, dass ich bereits die Möglichkeit habe, weiterhin mit meinem Praktikumsunternehmen zusammenzuarbeiten und schon bald an die Algarve zurückzukehren. Diese Erfahrung hat mich darin bestärkt, auch künftig offen für internationale berufliche Chancen zu bleiben und meinen weiteren Weg über Ländergrenzen hinweg zu gestalten.

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