Erfahrungsbericht: Auslandssemester Italien

Die schönsten Spaziergänge endeten nachts mit dem beleuchteten Duomo
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Lecco
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Teil des Roadtrip durch die Toscana
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Irgendwo im Nirgendwo
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#Europa #Italien #Milano

Allgemeine Daten

15.02.2026 - 31.07.2026
Italien
Milano
Via Giuseppe Candiani, 72

Art des Aufenthalts

Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit

Hochschule / Betrieb im Ausland

Politecnico di Milano

Studiengang

Innenarchitektur

Vor meiner Abreise

Warum hast du dich für das Praktikum / den Studienplatz entschieden?

Ich hatte schon lange den Wunsch, ein Auslandssemester zu machen. Von Freunden und Bekannten habe ich immer wieder gehört, dass es eine einmalige Erfahrung ist, und genau das wollte ich selbst erleben. Jetzt, nachdem ich mein Erasmus abgeschlossen habe, kann ich sagen: Ich würde es jederzeit wieder machen.

Schon seit vielen Jahren interessiere ich mich für andere Kulturen und möchte gerne in verschiedenen Ländern leben und neue Perspektiven kennenlernen. Dass meine Universität mir die Möglichkeit gegeben hat, diese Erfahrung mit finanzieller Unterstützung zu machen, war für mich eine große Chance, die ich auf keinen Fall verpassen wollte.

Für Italien habe ich mich entschieden, weil ich das Land, die Kultur und die offene Art der Menschen sehr mag. Außerdem begeistert mich die italienische Sprache. Mailand war für mich die perfekte Wahl, da die Stadt als Designhauptstadt gilt. Da ich Innenarchitektur studiere, bot mir ein Auslandssemester dort die ideale Möglichkeit, mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln.

Wie war die Zimmer-/Wohnungssuche?

Leicht Mittel Schwer

Meine Unterkunft war...

von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Die Wohnungssuche war wahrscheinlich der schwierigste Teil meines Auslandssemesters. Mir war bewusst, dass es in einer Großstadt nicht einfach sein würde, eine Unterkunft zu finden, aber in Mailand ist die Situation besonders angespannt. Die Mietpreise sind sehr hoch, vor allem für Studierende, und es hat mich viel Zeit und Geduld gekostet, eine passende Wohnung zu finden.

Außerdem wollte ich unbedingt eine seriöse Unterkunft finden und keine Betrugsanzeige erwischen. Deshalb habe ich mich letztendlich für ein Zimmer über eine Wohnungsvermittlungsplattform entschieden. Ab diesem Zeitpunkt verlief der gesamte Ablauf unkompliziert und zuverlässig.

Mit meinen Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern hatte ich großes Glück. Obwohl wir aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen kamen, haben wir sehr harmonisch zusammengelebt und uns immer gut verstanden. Diese internationale Wohngemeinschaft war eine bereichernde Erfahrung.

Der einzige wirkliche Nachteil waren die hohen Mietkosten. Mailand ist eine sehr teure Stadt, besonders für Studierende, und die Unterkunft war einer der größten Ausgaben während meines Erasmus-Aufenthalts.

Tipps und Tricks

Mein wichtigster Tipp ist, von Anfang an offen auf andere Menschen zuzugehen. Nutzt jede Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen - sowohl Einheimische als auch andere Erasmus-Studierende. Gerade in den ersten Wochen lohnt es sich, möglichst viele Einladungen und Aktivitäten anzunehmen. So lernt man viele verschiedene Menschen kennen und findet mit der Zeit ganz natürlich die Personen, mit denen man sich am besten versteht.

Wenn möglich, würde ich empfehlen, in einem Studentenwohnheim zu wohnen. Auch wenn die Miete etwas höher sein kann und es nicht leicht ist, einen Platz zu bekommen, würde ich mich besonders für die Wohnheime der Politecnico bewerben. Dort ist es oft einfacher, schnell Kontakte zu knüpfen und Teil des studentischen Lebens zu werden.
Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass fünf Monate sehr schnell vergehen. Deshalb lohnt es sich, die Zeit bestmöglich zu nutzen und offen für neue Erfahrungen zu sein. Natürlich muss man nicht bei jeder Aktivität dabei sein oder sich unter Druck setzen, nichts verpassen zu wollen. Trotzdem sollte man sich auf das Abenteuer einlassen und möglichst viel ausprobieren, denn ein Erasmus-Aufenthalt ist eine einmalige Erfahrung.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der respektvolle Umgang mit den Menschen vor Ort. Man ist zu Gast in einem anderen Land und sollte die Kultur und die Gewohnheiten respektieren. Dazu gehört auch, zu versuchen, die Landessprache zu sprechen - selbst wenn es nur ein paar Wörter sind. Die Einheimischen wissen diese Mühe meist sehr zu schätzen. Gleichzeitig sollte man Verständnis dafür haben, dass nicht jeder perfekt Englisch spricht. Mit Offenheit, Respekt und Interesse an der Kultur wird die Zeit im Ausland für alle Beteiligten noch bereichernder.

Finanzen

Wie hat es mit der Finanzierung geklappt?

Die Finanzierung meines Auslandssemesters war eine große Herausforderung. Glücklicherweise habe ich BAföG erhalten, wodurch ich die Mietkosten überhaupt bezahlen konnte. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten, insbesondere die Miete in Mailand, sehr hoch. Ein großer Teil der finanziellen Unterstützung ging allein für die Unterkunft drauf.
Dadurch musste ich sehr sparsam leben und meine Ausgaben gut planen. Das gehört zwar auch zu einem Auslandssemester dazu und man lernt, mit einem begrenzten Budget umzugehen, trotzdem hatte ich den Eindruck, dass die Erasmus-Förderung für eine teure Stadt wie Mailand eher knapp bemessen ist.

Ich finde es schade, dass ein Auslandssemester für viele Studierende nur möglich ist, wenn sie bereits Ersparnisse haben oder zusätzlich von ihrer Familie finanziell unterstützt werden können. Meiner Meinung nach sollte das Erasmus-Programm allen Studierenden die gleichen Chancen bieten - unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Es wäre wünschenswert, wenn die Förderung besser an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten des Gastlandes angepasst würde, damit mehr Studierende diese wertvolle Erfahrung machen können.

Art der Finanzierung

Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG

Während meines Aufenthalts

Kurzbeschreibung zur Hochschule/Einrichtung...

Die Einrichtungen der Politecnico di Milano haben mich wirklich beeindruckt. Ich komme bereits von einer Universität, die ihren Studierenden viele Angebote und kostenlose Dienstleistungen zur Verfügung stellt. Trotzdem hat mich die Politecnico di Milano in vielerlei Hinsicht positiv überrascht.

Die Universität liegt sehr zentral und ist sehr groß, was sich auch im Campusleben widerspiegelt. Es herrscht eine lebendige und motivierende Atmosphäre, und die Studierenden identifizieren sich stark mit ihrer Universität. Außerdem organisiert die Hochschule regelmäßig Veranstaltungen, Workshops und Events, wodurch ein aktives und offenes studentisches Umfeld entsteht. Dadurch fiel es leicht, neue Menschen kennenzulernen und sich schnell als Teil der Universitätsgemeinschaft zu fühlen.

Während meines Aufenthalts wurden zudem die Außenanlagen und Grünflächen des Campus neugestaltet. Es wurden viele neue Pflanzen und Aufenthaltsbereiche geschaffen, wodurch der Campus noch angenehmer und attraktiver geworden ist. Insgesamt habe ich mich dort sehr wohlgefühlt und war von den Einrichtungen und dem studentischen Leben begeistert.

Tätigkeiten / Inhalte / Lehrveranstaltungen deines Praktikums / Studiums /etc.

Das Studium an der Politecnico di Milano war für mich insgesamt eine bereichernde, aber auch teilweise zwiespältige Erfahrung. Da sich das Lehrkonzept deutlich von dem meiner Heimathochschule unterscheidet, brauchte ich zunächst etwas Zeit, um mich daran zu gewöhnen.
Besonders in den Entwurfsfächern waren die Kurse mit 50 bis 70 Studierenden sehr groß. Meiner Meinung nach ist gerade im Designstudium ein enger Austausch mit den Lehrenden besonders wichtig. Deshalb habe ich den persönlichen Kontakt zu den Professorinnen und Professoren sowie häufigere Besprechungen und Feedbackrunden zu den Projekten etwas vermisst.

Ein weiterer Unterschied war die intensive Gruppenarbeit. Wir haben häufig in Teams mit bis zu sechs Personen gearbeitet. Das hatte viele Vorteile, da ich gelernt habe, mit Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen zusammenzuarbeiten und insbesondere die Arbeitsweise italienischer Studierender kennenzulernen. Gleichzeitig bedeutet eine so große Gruppe aber auch, dass nicht jede Person alle Phasen eines Projekts vollständig durchläuft. Dadurch hatte ich manchmal das Gefühl, nicht jeden Arbeitsschritt selbst intensiv kennenlernen zu können.

Besonders positiv hervorheben möchte ich jedoch die hohe fachliche Qualität der Lehrenden. Viele Professorinnen und Professoren sind gleichzeitig renommierte Architektinnen, Architekten oder Designerinnen und Designer mit umfangreicher Berufserfahrung. Dadurch erhält man nicht nur einen praxisnahen Einblick in die Arbeitswelt, sondern knüpft auch wertvolle Kontakte, die für den späteren Berufseinstieg von großem Nutzen sein können.

Insgesamt hat mich das Studium sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht. Auch wenn ich manche Aspekte des Unterrichts anders erlebt habe als an meiner Heimathochschule, war es eine wertvolle Erfahrung, ein anderes Hochschulsystem kennenzulernen und neue Perspektiven auf das Designstudium zu gewinnen.

Hast du Tipps für Freizeitaktivitäten?

Mein wichtigster Tipp lautet: Geht raus und entdeckt die Stadt! Mailand ist unglaublich vielfältig und hat für jeden etwas zu bieten. Die Stadt ist groß, lebendig und voller unterschiedlicher Menschen, Kulturen und Aktivitäten. Deshalb bin ich überzeugt, dass jede Person dort ihren eigenen Lieblingsort, ihr Hobby oder ihre Community finden kann.
Ich würde empfehlen, sich nicht ausschließlich auf Tipps aus den sozialen Medien zu verlassen. Viel spannender ist es, die Stadt selbst zu erkunden, mit Einheimischen und anderen Erasmus-Studierenden ins Gespräch zu kommen und sich Empfehlungen aus erster Hand geben zu lassen. So entdeckt man oft Orte und Erlebnisse, die man online niemals gefunden hätte.

Für mich war genau das einer der schönsten Aspekte des Erasmus-Aufenthalts: spontan neue Dinge auszuprobieren, verschiedene Stadtviertel kennenzulernen und gemeinsam mit anderen Menschen die Stadt zu erleben. Wer offen und neugierig bleibt, wird in Mailand unvergessliche Erfahrungen sammeln - oft gerade dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

Nach meiner Rückkehr

Fazit und besondere Erlebnisse

Das Wertvollste, was ich aus meinem Erasmus-Aufenthalt mitnehme, sind die Menschen, die ich kennenlernen durfte. Ich habe Freundschaften geschlossen, von denen ich hoffe, dass sie mich noch viele Jahre begleiten werden. Durch diese Menschen habe ich das Gefühl, nun in vielen verschiedenen Städten und Ländern ein kleines Stück Heimat zu haben.
Außerdem habe ich gelernt, mich in einem fremden Land zurechtzufinden und selbstständig zu leben. Zu Beginn sprach ich kaum Italienisch, doch im Laufe der Monate konnte ich immer besser kommunizieren und schließlich auch einfache Gespräche führen. Das hat mir gezeigt, dass man sich mit Offenheit und etwas Mut viel schneller an eine neue Umgebung anpasst, als man zunächst denkt.

Insgesamt nehme ich aus dieser Zeit unzählige schöne Erinnerungen, persönliche Erfahrungen und neues Selbstvertrauen mit. Das Erasmus hat mich nicht nur fachlich, sondern vor allem persönlich wachsen lassen. Es hat mir gezeigt, wie bereichernd es ist, sich auf eine neue Kultur einzulassen, neue Menschen kennenzulernen und die eigene Komfortzone zu verlassen. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und würde sie jederzeit wieder machen.

Wie klappte es mit der Anerkennung der Leistungen für das Studium an der HsH?

Nachdem ich alle Prüfungsleistungen erfolgreich abgeschlossen und meine Noten erhalten hatte, konnte ich den Anerkennungsprozess beginnen. Derzeit bin ich mit den zuständigen Professorinnen und Professoren meiner Heimathochschule, der Hochschule Hannover, im Austausch.

Bisher verläuft der Prozess sehr unkompliziert. Meine Professorinnen und Professoren unterstützen mich dabei und gestalten die Anerkennung der Leistungen einfach und transparent. Dafür bin ich sehr dankbar, denn so konnte ich den letzten Schritt meines Erasmus-Aufenthalts ohne größere Schwierigkeiten erledigen.
Insgesamt empfinde ich den Anerkennungsprozess als gut organisiert und unkompliziert.

Wie hat dich dein Aufenthalt weitergebracht?

Mein Auslandssemester hat mich sowohl persönlich als auch kulturell sehr weitergebracht. Durch das Leben in einem anderen Land konnte ich eine neue Kultur nicht nur kennenlernen, sondern auch im Alltag erleben. Dabei habe ich festgestellt, dass uns Menschen - insbesondere innerhalb Europas - viel mehr verbindet als trennt. Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede, aber gleichzeitig auch viele Gemeinsamkeiten, die den Austausch besonders bereichernd machen.

Außerdem hat mir diese Erfahrung noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Ich habe gelernt, dass ich mich auch in einer völlig neuen Umgebung zurechtfinden kann und in der Lage bin, eine neue Sprache zu lernen und anzuwenden. Diese Erfahrung hat mich motiviert, meine Sprachkenntnisse auch in Zukunft weiter auszubauen.

Das Erasmus-Semester hat mir außerdem geholfen, meine persönlichen und beruflichen Ziele klarer zu definieren. Ich habe besser verstanden, in welcher Art von Stadt ich mir vorstellen könnte, später zu leben, in welchem beruflichen Umfeld ich arbeiten möchte und welche Menschen mich in meinem Alltag inspirieren und begleiten sollen.

Insgesamt hat mich das Auslandssemester offener, selbstständiger und selbstbewusster gemacht. Es war eine Erfahrung, die mich nicht nur fachlich, sondern vor allem als Person nachhaltig geprägt hat.

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#Europa #Italien #Milano

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