Erfahrungsbericht: Auslandssemester Schweiz
#Europa #Schweiz #Bern
01.09.2025 - 31.01.2026
Slowenien
Ljubljana
Topniška ulica 31
Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit
University of Ljubljana, Faculty of Social Work
Soziale Arbeit
Ich habe mich für diesen Studienplatz entschieden, weil ich unbedingt mit meinem Auslandssemester Erfahrungen an einem Ort sammeln wollte, an dem ich so schnell nicht wieder sein würde. In Slowenien selbst war ich noch nie, zudem habe ich mit Slowenien selbst auch keinerlei Berührungspunkte, weswegen ich dies als guten Ort zum Austreten meiner "comfort-zone" empfunden habe.
Leicht Mittel Schwer
von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft Zunächst Studentenwohnheim, anschließend privat
Ich habe mich auf ein Zimmer im Studentenwohnheim beworben und dies erfolgte über die Onlineanmeldung der Universität in Ljubljana. Viele Wohnungen/Zimmer werden auf Housing Anywhere oder über Telegram geteilt.
Nach einem Monat zog ich allerdings aus, aus dem Wohnheim und zog in ein privates Zimmer.
Telegram ist das A und O!
Alles läuft darüber und man wird direkt zu Beginn von ESN zu einer Gruppe eingeladen - nehmt dies unbedingt an! Vor allem für den Anfang ist es der perfekte Start ins "neue Leben".
Das Erasmusgeld habe ich vor meinem Aufenthalt, im August, erhalten und davon habe ich die Hälfte des Erasmuses finanziert. Den Rest wollte ich mit Auslandsbafög finanzieren. Dieses habe ich bereits im April (mit der Zusage) beantragt, jedoch habe ich erst im Dezember den Bescheid nebst Nachzahlung erhalten.
Dazwischen wurde es rein mit dem Erasmusgeld sehr knapp, zumal Slowenien leider nicht so billig ist, wie man hier denkt. Mit etwas Erspartem konnte ich die Zeit des ausstehenden Bafögs überbrücken.
Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG
Die Hochschule für Soziale Arbeit ist im Vergleich zu den anderen Fakultäten recht zentral. Sie ist extrem klein, wodurch jedoch das Abholen (vor allem am Anfang) sehr gut funktioniert und man schnell über alles aufgeklärt und informiert wird. Die Fakultät selber ist gut organisiert und strukturiert.
Meine Lehrveranstaltungen waren leider extrem begrenzt: es gibt 8 englischsprachige Kurse, wovon ich für die Förderung 5 belegen musste. Drei Kurse (die ich belegt habe) sind bei der selben Person (Anthropologie, ethnisch sensible Soziale Arbeit und postkoloniale Soziale Arbeit), der gewählte Ethikkurs war bei einer US-Amerikanerin und mein letzter gewählter Kurs war über Palliativversorgung.
Die Auswahl ist extrem begrenzt in Ljubljana, bezogen auf die Fakultät Soziale Arbeit (ist bei anderen Studierenden auf jeden Fall anders!). Im Sommersemester ist es noch schwieriger, da weniger Kurse angeboten werden.
Die Inhalte von den drei Kursen sind alle recht ähnlich und gut miteinander verknüpft, jedoch leider inhaltlich extrem oberflächlich und nicht zu empfehlen.
Der Ethikkurs und paliativversorgungskurs sind ebenfalls recht oberflächlich geblieben.
Von den 8 Kursen waren 3 Masterabschlusskurse, was für Bachelor und Master wirklich wenig Auswahl war.
Der Aufwand innerhalb der Seminare ist extrem hoch, wobei man teilweise nur 3 Credit Points bekommt. Bspw. musste ich in einem Seminar wöchentlich 100 Seiten Skript lesen und am Ende innerhalb von vier Wochen eine 20-seitige Hausarbeit schreiben.
Als Fazit kann ich sagen, dass ich ein Auslandssemester immer empfehlen würde und wäre ich noch bafögberechtigt, hätte ich es im jeden Fall verlängert.
Alle Menschen sind dort für eine geile Zeit, es ist immer irgendwo etwas los und es ist eine Erfahrung, die ich jedem nur wünsche.
Da ich mit meinem Studium fertig bin und nur noch meine Bachelorarbeit zu schreiben habe, werden mir keinerlei Leistungen angerechnet.
Allerdings ist eine Kommilitonin von mir hier und bei ihr werden voraussichtlich 2 von 5 Seminaren angerechnet.
Dass Ljubljana nicht dafür geeignet ist, wenn du keine Zeit im Studium verlieren möchtest, da es weder das breite Angebot gibt, noch genügend Credits gibt.
Mein Aufenthalt hat mich akademisch gar nicht weitergebracht, aber persönlich.
Ich bin so sehr gewachsen in der Zeit, habe täglich neue Sachen ausprobiert und unternommen, die ich so nicht in Hannover tun würde. Und auch wenn ich hier keine Freundschaften fürs Leben gefunden habe, habe ich tolle Leute kennen gelernt, die meinen Aufenthalt viel besser gestaltet haben.

Slowenien
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