Erfahrungsbericht: Auslandssemester Frankreich
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01.09.2025 - 31.01.2026
Frankreich
Paris
IUT-Rives de Seine
Praktikum Auslandssemester Kurzaufenthalt Abschlussarbeit
Université Paris Cité
Journalismus
Ich habe mich für ein Auslandssemester an der Université Paris Cité entschieden, weil sie online
einen sehr guten Ruf hat und international ausgerichtet ist. Ich wollte gerne in ein
französischsprachiges Land, um meine Sprachfähigkeiten zu verbessern und viele neue Menschen
kennenzulernen. Paris war perfekt dafür!
Leicht Mittel Schwer
von Privat Studentenwohnheim Eigene Wohnung Wohngemeinschaft
Wohnungssuche in Paris ist wirklich extrem schwierig! Ich habe viele Absagen erhalten und auch
Erfahrungen mit Scam gemacht (bitte aufpassen!). Der leichteste Weg ist sich beim CROUS
Studentenwohnheim zu bewerben. Ich weiß von Bekannten, dass die Zimmer total in Ordnung sind
und die Preise sind für Paris unschlagbar. Das Bewerben passiert bei der Université Paris Cité
automatisch (wenn man im Bewerbungsprozess angibt, dass man Interesse an einer Unterkunft im
Studentenwohnheim hat). Leider sind die Plätze dort begrenzt und werden ausgelost. Wenn man so
wie ich Pech hat, muss man sich eigenständig um eine Unterkunft kümmern. Am Besten früh genug
anfangen und starke Nerven behalten :)
Wenn das CROUS Studentenwohnheim nicht geklappt hat, kann man versuchen beim
Wohnheimbeauftragten nochmal nachzufragen (bei mir hat das nicht geklappt, aber eine Bekannte
konnte so noch ein Zimmer ergattern). Wichtig ist dabei extrem freundlich und höflich zu sein (das
ist Standard an französischen Unis). Viele wollen bei der Vermietung eines Zimmers einen
französischen Bürge. Also wenn ihr im Bekanntenkreis einen Franzosen mit festem Einkommen
habt ist das von Vorteil. Wenn ihr im Master seid könnt ihr es über das Heinrich Heine Haus
probieren, die bieten günstige Unterkünfte an. Zusätzlich immer alle Anfragen auf Französisch raus
schicken, das kommt besser an.
Ihr bekommt die Erasmusförderung nicht monatlich überwiesen, sondern einen Teil auf einmal
am Anfang und den anderen Teil erst, wenn ihr wieder in Deutschland seid. Das bedeutet es ist auf
jeden Fall sinnvoll, sich im Vorhinein etwas anzusparen und sich nicht nur ausschließlich auf die
Erasmus Förderung zu verlassen. Paris ist sehr teuer, alleine öffentliche Verkehrsmittel kosten rund
90€ im Monat. Das muss einem vor Antritt bewusst sein.
Stipendium
Eltern/Familie
Ersparnisse
Darlehen
BaföG
Die Université Paris Cité ist sehr groß und hat viele unterschiedliche Campusse. Die
Kommunikationsabteilung befindet sich am Standort IUT-Rives de Seine im 16. Arrondissement.
Der Campus ist vergleichsweise eher klein und dadurch übersichtlich. Er ist in unmittelbarer Nähe
zu großen Französischen Fernsehunternehmen wie France Télévisions. Außerdem hat man einen
schönen Blick auf die Seine und den Eiffelturm. Das Gebäude ist gut gesichert und man kommt nur
mit einem Studentenausweis rein. Das Essen in der Mensa ist nicht umwerfend aber in Ordnung (für
Vegetarier eher eine geringe Auswahl). Es gibt eine kleine Bibliothek, in der man lernen und Bücher
ausleihen kann.
Bevor das Semester los geht bekommt, man den Kurskatalog per Mail zugesendet. Es gibt einen
Teil auf französisch für die französischen Kurse und auch einen kleinen mit englischen Kursen.
Man muss aber sagen, dass die englischen Kurse nur teilweise tatsächlich auf englisch stattgefunden
haben. Der französische Teil ist sehr lang und ausführlich aber es lohnt sich, die Kurse genau
anzuschauen und gut zu wählen. Es gibt keine klassischen Journalistik Kurse, es geht eher in die
Richtung Unternehmenskommunikation und Marketing. Ich habe Kurse in die Richtung gewählt
wie z.B. ,,Introduction aux Relations de presse et relations publiques" oder ,,Culture numerique".
Man bekommt oft Hausaufgaben und es gibt überall Anwesenheitspflicht. Welche Prüfungsart es
gibt entscheiden die Lehrer der Kurse individuell und werden erst in der ersten Kursstunde
mitgeteilt. Ich hatte schriftliche Prüfungen, Präsentationen und Abgaben.
Paris hat unfassbar viel zu bieten. Besonders am Anfang gibt es viele Partys für Erasmus
Studierende. Die werden aber meistens von externen Organisationen organisiert und können
deshalb teuer sein. Um Menschen kennenzulernen eignen sie sich aber perfekt. Ich habe vor Antritt
meines Semesters an einem Intensiv Sprachkurs, der von meiner Gastuni organisiert wurde,
teilgenommen (kostet aber). Dort konnte ich direkt am Anfang Kontakte knüpfen. Ich kann die Jazz
Bars empfehlen (Caveau de la Huchette, Serpent à Plume...) und die ganzen Museen (sind für
Studenten umsonst). Die Uni organisiert auch unterschiedliche Events, die teilweise auch ganz cool
sein können.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Erasmus Semester auf jeden Fall
weiterempfehlen kann! Ich habe unfassbar viele neue Leute kennengelernt und viele bereichernde
Erfahrungen gesammelt. Paris ist wirklich eine tolle Stadt, die extrem viel zu bieten hat
(insbesondere für Kulturbegeisterte). Am Anfang kann alles ein bisschen angsteinflößend und
überfordernd rüber kommen, aber man gewöhnt sich schnell daran. Angefreundet habe ich mich vor
allem mit anderen Erasmus Studierenden, die Pariser Studenten waren eher ein bisschen
zurückhaltend, aber trotzdem freundlich. Viele leben schon ihr ganzes Leben in Paris und haben
bereits einen festen Freundeskreis und dementsprechend nicht ganz so viel Interesse daran sich mit
dir anzufreunden. Uni Projekte und Gruppenarbeiten haben aber trotzdem immer sehr gut
funktioniert.
Keine Angabe.
Ich konnte mein Französisch sehr verbessern und habe insgesamt auch mehr Selbstbewusstsein
beim Sprechen bekommen (Präsentationen auf Französisch etc.). Zusätzlich war es auch für meine
persönliche Entwicklung sehr bereichernd und ich habe insgesamt mehr Vertrauen in mich und
meine eigenen Fähigkeiten bekommen. Viel besteht aus Organisation, Einreichen von Dokumenten
und Kommunikation mit Dozenten und Mitstudenten. Dadurch lernt man viel Selbstorganisation
und Selbstständigkeit. Das Zugehen auf Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen
bereichert das Semester zusätzlich.

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